Dobrindt sichert Seehofer seine Unterstützung zu

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt unterstützt Parteichef Horst Seehofer, sollte dieser Ambitionen auf einen Kabinettsposten in einer neuen Großen Koalition haben. „Wenn er seine zukünftige politische Wirkungsstätte in Berlin sieht, hat er meine vollste Unterstützung“, sagte Dobrindt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben). „Er hat eine singuläre Position in der deutschen Politik, weil er 2015 und 2016 als Einziger in der Flüchtlings- und Migrationsfrage eine Position vertreten hat, die so der politische Mainstream nicht mehr in der Lage war zu vertreten“, so der CSU-Politiker.

„Wenn wir als Unionsparteien langfristig erfolgreich sein wollen, brauchen wir so eine herausragende Persönlichkeit.“ Außerdem hat Dobrindt nach den geplatzten Jamaika-Sondierungsgesprächen seine negative Meinung über die Grünen revidiert. „Ich habe seit den 80er-Jahren Erfahrungen mit den Grünen. Sie sind heute nicht mehr nur die linke Protestpartei, die Ansammlung von Öko-Stalinisten oder Weltfremden“, sagte Dobrindt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Nach den vielen Sondierungsgesprächen mit den Grünen muss ich manche meiner früheren Einschätzungen revidieren. Die Grünen sind nach wie vor zwar keine bürgerliche Partei, aber sie haben sich seit den 80er-Jahren positiv entwickelt“, sagte der CSU-Politiker. Auch für eine Neuauflage der Verhandlungen mit den Grünen sieht Dobrindt in einer neuen Legislaturperiode Chancen. Zwar sei das Thema momentan Geschichte, „aber wir sind sehr viel näher an einen Erfolg herangerückt, als ich das prognostiziert habe“. Es sei nicht ausgeschlossen, dass man in vier Jahren Jamaika erfolgreich starten könnte.

Foto: Horst Seehofer, über dts Nachrichtenagentur

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