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Dollar rettet EnBW-Geschäft in der Türkei

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW profitiert derzeit davon, dass seine Geschäfte in der Türkei ausgerechnet in US-Dollar abgerechnet werden. „Der Verfall des Lira-Kurses hat derzeit keine nennenswerten Auswirkungen auf unser Türkeigeschäft“, sagte daher ein Unternehmenssprecher der „Heilbronner Stimme“ (Freitagsausgabe). Denn die in der Türkei geltende Einspeisevergütung für erneuerbar erzeugte Energie sei US-Dollar-basiert und sowohl die Borusan-Gruppe, Partner der Karlsruher in der Türkei, als auch das Joint Venture selbst bilanzierten in Dollar.

„Sollten Transaktionen in Lira stattfinden, würden diese grundsätzlich zeitgleich als Währungsgeschäft abgesichert, so dass das Währungsrisiko auf alle Fälle minimiert ist“, so der Sprecher weiter. Dennoch beobachte der Konzern die Entwicklung in dem Land sehr aufmerksam. „Natürlich ist die Situation in der Türkei heute eine andere und zweifellos schwierigere als zu Beginn unserer Aktivitäten vor neun Jahren“, sagte der Sprecher der Zeitung. „Unser Geschäftsfeld als solches – die Projektentwicklung und der Betrieb unserer Anlagen sowie die Vermarktung der daraus erzeugten Energie – läuft aber aktuell ohne Beeinträchtigung.“ Die EnBW betreibt mit ihrem türkischen Partner, der Borusan-Gruppe, derzeit Anlagen mit 477 Megawatt Gesamtleistung, davon Windräder mit 409 Megawatt, aber auch ein Wasserkraftwerk und zwei Solarparks.

Foto: Strommast, über dts Nachrichtenagentur

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