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Dresscode-Knigge – richtig gekleidet zur Betriebsfeier

Immer wieder stellt sich die Frage, wenn eine Betriebsfeier oder ein Firmenjubiläum ansteht: Was soll ich zur anziehen? Es gibt Unternehmen, da wird ganz einfach im Alltags-Outfit gefeiert. Doch manchmal darf es etwas mehr sein.

Schnell passiert es, dass Frau oder Mann mit dem falschen Outfit ins Fettnäpfchen stolpert. Denn mit der ausgebeulten Cordhose wird man(n) schnell auffallen, wenn alle andere Anzug tragen. Die Damen mit Stöckelschuhen bei der Grillparty? Um es auf den Punkt zu bringen, dass falsche Outfit lässt sehr schnell die Partylaune auf unter null sinken. Sicherlich stehen die selbstbewussten Naturen dies ohne Image-Schaden durch, doch dann kommt im nächsten Jahr sicherlich die bange Frage auf „Was ziehe ich zur Betriebsfeier an?“

Wie gut das es dafür den Business-Knigge gibt, der von dem Autor Kai Oppel geschrieben wurde. Dieser hilft dabei, die Zweifel bei der richtigen Kleiderwahl auszuräumen.

In erster Linie ist die Kleiderwahl abhängig von dem Unternehmen, der Branche sowie vielen weiteren Faktoren. Sollte kein Dresscode für die Feierlichkeit vorgegeben werden, ist es am besten, kurz einmal nachzufragen. Auf jeden Fall fährt jeder sicher, der sich zur Betriebsfeier etwas eleganter kleidet als gewöhnlich. Eine Krawatte kann schnell mit wenigen Handgriffen abgelegt werden, sofern sich dies als overdressed entpuppt.

Angestellte, die sich für ein Hemd bzw. eine Bluse sowie einer eleganten Stoffhose entscheiden, die liegen generell immer richtig. Sollte der Arbeitgeber auf der Einladung legere Kleidung wünschen, dann kann der Anzug um Schrank bleiben.

Eine lockere Atmosphäre sollte sich nicht in der Kleiderwahl widerspiegeln

Auch wenn auf einer Firmenfeier oft eine lockere Atmosphäre herrscht, so sollte sich das nicht in der Kleiderwahl widerspiegeln. So ist es ein absolutes Tabu, ein Abendkleid mit einem viel zu tiefen Ausschnitt zu tragen. Denn je mehr Haut eine Frau zeigt, desto leichtfüßiger verspielt sie ihre Autorität. Im besten Fall sollte auf freie Schultern sowie einen zu kurzen Rock verzichtet werden. Die Faustregel bei der Auswahl der Abendkleider bzw. von Röcken: Diese sollten grundsätzlich über die Knie reichen.

Auch die Herren sollten sich nicht zu freizügig kleiden. Bei den Hemden sollte grundsätzlich eine langärmelige Variante gewählt werden. Gern darf das Hemd ohne Krawatte ein bis zwei Knöpfe offen sein, wobei es Pflicht ist, mit Krawatte das Hemd bis oben zu schließen. Damit aus dem Hosenbein keine behaarten Waden hervorschauen, sollten die Herren auf hohe Kniestrümpfe zugreifen – das ist perfekt für den Winter. Auch bei der Wahl des Anzugs sollten die Herren aufpassen. Denn selbst wenn der feine Zwirn vor fünf Jahren in Mailand noch absolut chic war, so ist er heute eventuell bereits veraltet und aus der Mode gekommen.

Weniger ist mehr

Das Farbenspiel ist im Winter weitaus gemäßigter als im Sommer. Bei dem Outfit für eine Betriebsfeier bei kühleren Temperaturen sollte eben diese Regel nicht gebrochen werden. Das heißt, knallig bunte Outfits für die Betriebsfeier sind tabu, wobei kräftige Farben bei Rock oder Hose oftmals kein Problem darstellen, solange diese dann mit gemäßigten Schwarz- und Weißtönen kombiniert werden. Diejenigen die sich bei der Farbwahl nicht sicher sind, die greifen auf die schlichten Farben zu, wie Pastelltöne, blau und Grau. Besonders bei den Betriebsfeiern gilt das altbekannte Prinzip: Weniger ist mehr. Dies ist auch bei der Auswahl der Kleidung ein stets zuverlässiger Ratgeber.

Aber dennoch soll jeder, trotz aller Regeln und Hinweise seinem Kleidungsstil treu bleiben und zugleich dem Dresscode der Firma bei Betriebsfeiern. Denn es ist auf einen Blick zu erkennen, ob sich jemand in seinem Outfit wohlfühlt oder nicht. Wird der Knigge beachtet, muss sich niemand „verkleiden“ und seinen eigenen Kleidungsstil ablegen. Denn die Regeln lassen dafür genügend Spielraum. So kann das, was in einer Bank für Stirnrunzeln sorgt, in einem kreativen Büro wie bspw. einer SEO-Agentur zum akzeptierten Kleidungsstil zählen. Daher ist die sicherste Lösung, sich beim professionellen Stil an den des eigenen Vorgesetzten zu orientieren.

Das Outfit reif für die Party machen

Es passiert oft, dass es direkt aus dem Büro zur Betriebsfeier geht. In dem Fall sorgt der Arbeitgeber dafür, dass es nicht notwendig ist, das komplette Outfit zu wechseln. Aber dennoch ist es ratsam, nicht 1:1 aus dem Büro zur Party zu erscheinen. So können bei den Damen bereits Lippenstift, Schmuck und der Wechsel zu einer Abendhandtasche für einen festlichen Auftritt sorgen. Bei den Herren verschwindet eventuell die Krawatte, und ein Spritzer des ansonsten zu schweren Dufts ist dann genau das Richtige.

Der Knigge für die Vorgesetzten

Doch nicht nur in Hinsicht auf den Dresscode gibt es gewisse Knigge-Regeln, sondern auch das Auftreten ist wichtig. Die Betriebsfeier wird gern als „gesellschaftlicher Benimmtest“ bezeichnet und es gibt einige No-Gos die auf jeden Fall beachtet werden sollten, wie bspw. kein übermäßiger Alkoholkonsum, keine Intimitäten, keine Geschmacklosigkeiten und auch keine Lästereien. Doch nicht nur für die Mitarbeiter gibt es solche No-Gos sondern auch für den Vorgesetzten und dieser sollte je nach Anzahl der Gäste jeden mit Handschlag begrüßen. Das ist eine tolle Geste. Zudem sind ausschweifende Präsentationen zu unterlassen und sollten Lob und Tadel in den Vordergrund gestellt werden, dann sollte zweimal überlegt werden, ob bestimmte Mitarbeiter hervorgehoben werden. Zudem sollte der Vorgesetzte nicht auf seinem Stuhl kleben sondern versuchen mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Zudem darf er die Veranstaltung nicht vor dem offiziellen Ende verlassen.

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