Drosten warnt vor zunehmender Bedrohung durch Affenpocken

Drosten warnt vor zunehmender Bedrohung durch Affenpocken

Der renommierte Berliner Virologe Christian Drosten warnt eindringlich vor einer zunehmenden Bedrohung durch das Affenpockenvirus. Obwohl der Erreger in Deutschland derzeit nicht besonders aktiv zu sein scheint, betont Drosten, dass die Affenpocken keineswegs harmlos sind. Er verweist besorgt auf historische Präzedenzfälle, in denen Pockenviren-Infektionen mit zunächst milden Verläufen sich im Laufe der Anpassung an den Menschen deutlich verschlimmert haben. Diese Befürchtung müsse man auch beim Affenpockenvirus hegen.

Vor nicht einmal einem Jahr kam es bekanntlich zu einem massiven weltweiten Ausbruch der Affenpocken. Dass die Situation in Deutschland aktuell relativ ruhig erscheint, führt Drosten darauf zurück, dass in den Bevölkerungsgruppen, in denen die meisten Fälle auftraten – also vor allem bei Männern, die Sex mit anderen Männern haben – ein großes Problembewusstsein entstanden ist. Die Menschen in diesen Gemeinschaften seien für die Gefahren des Virus sensibilisiert und gingen umsichtig damit um.

Drostes eindringliche Warnung verdeutlicht, dass man die Affenpocken keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen darf. Die Vergangenheit habe gezeigt, wie Pockenviren sich im Laufe der Zeit an den Menschen anpassen und zu immer schwereren Verläufen führen können. Dieses Szenario gelte es dringend zu verhindern, indem man die Entwicklung des Affenpockenvirus aufmerksam beobachtet und entschlossen reagiert, bevor es zu spät ist. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Christian Drosten, über dts Nachrichtenagentur

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