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E-Commerce: Shops für jede Zielgruppe sind im Trend

Das Feld des E-Commerce wird immer lukrativer. Die Branche wächst stetig, immer mehr große und kleine Player kommen hinzu. Doch anstatt die stationären Filialen komplett zu ersetzen, entwickeln viele Shops zweigleisige Modelle – das ist ganz im Sinne der meist jungen Zielgruppe, wie eine aktuelle Analyse zeigt. Aufgrund des wachsenden Personalbedarfs im Online-Handel wird es in Deutschland ab dem nächsten Jahr auch einen neuen Ausbildungsberuf geben, den Kaufmann bzw. die Kauffrau für E-Commerce.

Neuer E-Commerce-Ausbildungsberuf

In Deutschland wird ein neuer Ausbildungsberuf für den Online-Handel eingeführt: Schon nächstes Jahr sollen die ersten „Kaufleute für E-Commerce“ ausgebildet werden. Doch nicht alle E-Commerce-Unternehmen freuen sich über diese Entwicklung: Man benötige keine eigens dafür ausgebildeten Fachleute, heißt es von Händlern, die derzeit anonym bleiben wollen. Gefragt seien stattdessen vor allem IT-Leute, also Absolventinnen und Absolventen der Informatik, wie sie auch bisher eingesetzt wurden, sowie Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die Produktbeschreibungen texten, den Content einpflegen usw. Ein weiteres Gegenargument: Ausbildungen sind generell weniger beliebt als Studiengänge, Lehrstellen bleiben oft unbesetzt. Deshalb solle lieber die allgemeinere Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann reformiert werden, anstatt einen weiteren spezialisierten Beruf einzuführen, meinen Kritiker.

Wachsende Branche

Doch es gibt auch gute Gründe, um die neue Ausbildung einzuführen. Denn durch das Wachstum der Branche wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Personal und die Möglichkeit, eigenen Nachwuchs auszubilden, dürfte für viele Firmen aus dem E-Commerce-Bereich interessant sein. Und die finanziellen Voraussetzungen sind denkbar gut: Inzwischen beträgt der Anteil des Online-Handels am Gesamtumsatz des Einzelhandels fast 10 Prozent. Die Umsätze im E-Commerce sind erheblich: 27,4 Milliarden Euro wurden laut einer Erhebung von Statista und EHI im vergangenen Jahr von den 100 größten Online-Händlern erwirtschaftet. 12 Milliarden davon kamen von den Top 3, Amazon, Otto und Zalando. In der Schweiz liegt digitec.ch auf Platz 1 der größten Online-Shops. Zalando.ch und Amazon.de sind ihm dicht auf den Fersen.

Shops für jede Zielgruppe

Ein großer Vorteil des digitalen Handels ist, dass man hier alles bekommen kann, ohne von Geschäft zu Geschäft zu gehen. Einige Händler wie Amazon versuchen dabei, alles abzudecken. Andere sind Experten für eine Nische und konzentrieren sich auf diese, zum Beispiel auf Kleidung abseits der Standardgrößen oder auf Bio-Pflanzen. Besonders dynamisch ist der Markt bei Lebensmitteln und Medikamenten. Bei letzteren ist die Online-Apotheke Docmorris.de am erfolgreichsten. Insbesondere Modeunternehmen setzen auch auf Kombinationsmodelle, beispielsweise den Versand an die nächstgelegene Filiale, wo das Kleid oder das Hemd direkt anprobiert werden kann.

Millennials wollen personalisiertes Shopping

Ein besonderer Trend im Online-Shopping betrifft die Wahl des Endgeräts: Die Beliebtheit des Mobile Shoppings am Smartphone nimmt nämlich weltweit immer mehr zu. Der Anteil am gesamten Online-Shopping soll an beliebten Shopping-Tagen wie dem „Black Friday®“ weltweit 40 Prozent betragen und in der Vorweihnachtszeit auf 60 Prozent ansteigen. Das prognostiziert Salesforce Commerce Cloud auf Grundlage der Daten von 500 Millionen Kunden in Kombination mit Ergebnissen aus dem „Connected Shoppers Report“. Außerdem sind insbesondere Millennials interessiert an mehr personalisierten Anzeigen, wenn sie einen Online-Shop besuchen. Die Online-Shopper der 2000er-Generation wollen das Gefühl haben, dass man sie wiedererkennt. Das gilt auch für die Kombination von Online und Offline: Viele wünschen sich, dass Online-Anbieter auf andere Kaufhäuser verweisen können, wenn bei ihnen ein Produkt nicht vorrätig ist. Und über die Hälfte der Millennials findet es laut Salesforce gut, wenn stationäre Geschäfte über ihre Online-Recherchen im Bilde sind.

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