Energiekonzern Vattenfall plant weiteren Stellenabbau

Vattenfall, über dts NachrichtenagenturDem Energiekonzern Vattenfall droht in Deutschland weiterer Stellenabbau: „Wir müssen die Zahl unserer Mitarbeiter perspektivisch verringern“, sagte Konzernchef Magnus Hall den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Wie viele Beschäftigte gehen müssen, sagte er nicht. „Wenn wir nicht so effizient wie möglich arbeiten, wird weder Vattenfall noch ein anderes Energieunternehmen in der Lage sein, zu investieren.“

Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen. „Wir bauen Personal sozialverträglich ab, versuchen, die Leute beim Wechsel zu unterstützen.“ Vattenfall beschäftigt rund 16.500 Mitarbeiter in Deutschland, dem wichtigsten Markt des schwedischen Staatskonzerns. Der Verkauf des Braunkohlegeschäfts mit Tagebauen, Kraftwerken und rund 8.000 Beschäftigten an den tschechischen Energiekonzern EPH wird teuer für Vattenfall: „Deshalb werden wir noch einmal 2,4 bis drei Milliarden Euro abschreiben“, sagte Hall. Ohne die Trennung wäre es noch teurer geworden: „Wir hätten wahrscheinlich noch mehr abschreiben müssen, wenn wir die Braunkohle behalten hätten.“ Eine konkrete Prognose, wann Vattenfall wieder schwarze Zahlen schreiben könnte, wollte er nicht geben: „Ich hoffe, dass wir das bald verdaut haben und wieder Gewinn machen.“ Hall lobte die deutsche Regierungskommission, die die Fondslösung für die Endlagerung von Atommüll vorgeschlagen hat. „Es ist sehr beeindruckend, wie schnell ein solcher Vorschlag jetzt zustande gekommen ist. Finanzierung und Verantwortung für den Umgang mit Atommüll müssen in einer Hand liegen.“ Allerdings bewertete er den Zuschlag von 35 Prozent, den die Atomkonzerne zahlen sollen, als zu hoch. „Für uns ist das in der jetzigen Lage schwer zu verkraften.“ Vattenfalls zwei deutsche Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel sind beide vom Netz und sollen zurückgebaut werden. Vattenfall ist der drittgrößte Energieerzeuger Deutschlands mit Schwerpunkt in Berlin und Hamburg.

Foto: Vattenfall, über dts Nachrichtenagentur

 

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