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Entwicklungshilfeminister will Nordafrikas Wirtschaft helfen

Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) will den Zugang nordafrikanischer Länder zum europäischen Binnenmarkt weiter verbessern. „Länder wie Tunesien und Marokko brauchen für ihre Waren einen freien Zugang zur EU“, sagte Müller dem „Spiegel“. Bisher sind bereits die Waren besonders armer afrikanischer Staaten wie Burkina-Faso oder Mosambik von Importzöllen befreit.

Müller weist auf Tomaten aus Nordafrika hin, auf die je nach Saison unterschiedliche Zölle erhoben werden. Betroffen sind aber auch weiterverarbeitete Produkte wie hochwertiges Olivenöl. Die EU verhandelt derzeit Freihandelsabkommen mit Marokko und Tunesien – allein die Tunesier könnten dadurch rund 400 Millionen Euro einsparen. Müller drängt auf einen „Marshallplan für Afrika“. Das Thema dürfe bei den Koalitionsverhandlungen nicht vergessen werden, sagte der CSU-Politiker. „Deutschland muss auch in international wichtige Aufgaben investieren, zum Beispiel in Reformpartnerschaften mit afrikanischen Ländern.“ Die UNO beziffert den Investitionsbedarf in Afrika allein in die Infrastruktur auf 600 Milliarden US-Dollar.

Foto: Gerd Müller, über dts Nachrichtenagentur

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