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Entwicklungsminister Müller will Klimakonferenzen-Anzahl verringern

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert einen neuen Turnus für die weltweiten Klimakonferenzen. „Ich bin dafür, den Rückzug des Gastgeberlandes Brasilien im kommenden Jahr dafür zu nutzen, um auf einen zweijährigen Turnus umzustellen“, sagte Müller am Rande der Konferenz im polnischen Kattowitz der „Welt“. Vergangene Woche hatte Brasiliens neuer Präsident Bolsonaro die Einladung seines Landes zum Klimagipfel 2019 zurückgezogen.

Müller will die globalen Klimagespräche effizienter und schlanker machen. „Dass es allein drei Jahre braucht, um das Pariser Abkommen mit einem Regelbuch überhaupt funktionstüchtig zu machen, ist angesichts des enormen Zeitdrucks im Klimaschutz ein Unding“, sagte der Minister. „Vor diesem Hintergrund muss man den Sinn von Großveranstaltungen wie dem Weltklimagipfel mit stets mehr als 20.000 Teilnehmern infrage stellen.“ Zwischen den Gipfeln solle auf Beamtenebene durchgängig weiterverhandelt werden, forderte Müller. Am Ende wäre das nicht nur kostengünstiger und umweltfreundlicher, sondern auch für den Klimaschutz ergiebiger. „Während die Expertenkommissionen kontinuierlich weiterverhandeln, sollte ein Treffen der Staats- und Regierungschefs alle zwei Jahre ausreichen, um dann auch substanzielle Fortschritte zu erzielen.“

Foto: Gerd Müller, über dts Nachrichtenagentur

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