Entwicklungsminister wirft Weltgemeinschaft Versagen im Jemen vor

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wirft der Weltgemeinschaft Versagen bei der Verhinderung einer humanitären Katastrophe im Kriegsland Jemen vor. „Die Lage im Jemen ist katastrophal“, sagte Müller dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagsausgaben). „Die Hälfte der Menschen ist von einer Hungersnot bedroht – fast 14 Millionen Menschen. Die Cholera ist ausgebrochen. Alle zehn Minuten stirbt ein Kind“, so der CSU-Politiker weiter.

Einfachste Medikamente und Nahrungsmittelhilfen könnten jemenitische Kinder retten. „Aber die Hilfswerke der Vereinten Nationen wie UNICEF und das Flüchtlingswerk UNHCR sind massiv unterfinanziert“, beklagte Müller. Nicht einmal die Hälfte des Hilfsbedarfs sei gedeckt. Der Minister bescheinigte der internationalen Gemeinschaft Tatenlosigkeit. „Es ist beschämend, dass die Weltgemeinschaft den Menschen im Jemen beim Sterben zuschaut.“ Hilfsmittel müssten dringend bereitgestellt werden. „Und es muss endlich zu einem Waffenstillstand und einer politischen Lösung des Konflikts unter Federführung der Vereinten Nationen kommen“, so der Entwicklungsminister.

Foto: Gerd Müller, über dts Nachrichtenagentur

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