Der Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen hat nicht nur zu seiner Rückkehr an die Macht geführt, sondern auch einige seiner rechtlichen Probleme zumindest vorübergehend gelöst. Noch während des Wahlkampfes hatte sich der damalige Präsidentschaftskandidat mit einer Reihe von Klagen und Ermittlungen konfrontiert gesehen, die nun offenbar an Priorität verloren haben.
Steuervergehen nicht weiter verfolgt
Eines der drängendsten juristischen Themen war Trumps Verhalten in Bezug auf seine Steuererklärungen. Über Jahre hinweg hatte er sich geweigert, diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, was Spekulationen über mögliche Unregelmäßigkeiten befeuerte. Nun scheint die Staatsanwaltschaft diese Spur nicht weiter zu verfolgen. Laut Insidern konzentrieren sich die Ermittlungen stattdessen auf andere, mutmaßlich schwerwiegendere Vorwürfe.
Russland-Affäre abgehakt
Auch die sogenannte Russland-Affäre, die Trumps erste Amtszeit überschattet hatte, scheint vorerst ad acta gelegt zu sein. Damals war dem Team des Präsidenten vorgeworfen worden, mit russischen Geheimdiensten kooperiert zu haben, um den Wahlkampf 2016 zu beeinflussen. Zwar hatten die Untersuchungen einige Ungereimtheiten zutage gefördert, eine strafrechtliche Verfolgung Trumps selbst war jedoch nie erfolgt. Mit seinem Wahlsieg dürfte das Thema nun endgültig vom Tisch sein.
Immobiliengeschäfte unter der Lupe
Weitaus ernster gestalten sich dagegen die Ermittlungen rund um Trumps Immobilienimperium. Hier stehen Vorwürfe der Veruntreuung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche im Raum. Allerdings haben die Ankläger offenbar auch hier beschlossen, den Druck zunächst etwas zu reduzieren. Stattdessen konzentrieren sie sich auf andere, mutmaßlich dringlichere Fälle.
Kongress-Untersuchungen eingestellt
Ähnliches gilt für die Untersuchungen des US-Kongresses, die sich unter anderem mit Trumps Rolle beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 beschäftigt hatten. Auch diese Verfahren scheinen vorerst auf Eis gelegt zu sein – zumindest solange der Republikaner im Weißen Haus sitzt. Experten gehen davon aus, dass die Ermittlungen nach einem möglichen Regierungswechsel jedoch wieder aufgenommen werden könnten.
Trumps Siegeszug geht weiter
Insgesamt zeichnet sich also ab, dass Trumps Rückkehr an die Macht nicht nur politisch, sondern auch juristisch Früchte trägt. Zwar sind einige der Vorwürfe gegen ihn keineswegs vom Tisch, doch vorerst scheint der Druck auf den Ex-Präsidenten deutlich nachgelassen zu haben. Ob dies von Dauer sein wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Trumps Siegeszug durch die US-amerikanische Politik damit erstmal ungebrochen fortgeht.
