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Erneuerbare Energien sind alternativlos

Die Menschen in den westlichen Industrieländern haben aufgrund der veränderten Gegebenheiten und Anforderungen im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Energiequellen gewechselt. Das startete mit Holz bis hinein ins 18. Jahrhundert zur Kohle. Im Verlauf der Industrialisierung kam dann der Wechsel zu Öl und Gas. Nun ist die Frage offen, wie schnell die Menschheit den Sprung ins Zeitalter der erneuerbaren Energien schafft.

Ressourcen schonen, um den Treibhausgas-Ausstoß zu vermindern

Die Nutzung erneuerbarer Energien ist im Zuge der nachhaltigen Lebensweise ein wichtiger Faktor. Denn schließlich geht es darum, die immer geringer werdenden Ressourcen zu schonen und den Treibhausgas-Ausstoß zu vermindern, um so auf der Erde langfristig lebenswerte Bedingungen zu erhalten. Der Wechsel von fossilen Energiequellen ist nicht nur im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz der richtige Weg, sondern auch in Anbetracht auf die schwindenden fossilen Brennstoffvorkommen sowie der immer aufwändigeren kostenintensiven Gewinnung der Ressourcen. Das sind die Gründe, dass ein konsequenter Schritt auf die regenerativen Energiequellen erfolgt. Die erneuerbaren Energien basieren im Gegenteil zu den endlichen Rohstoffen Erdgas, Kohle und Erdöl, die zudem zu hohen CO2-Emissionen bei ihrer Nutzung fuehren, auf der Verwendung von Ressourcen, die regenerativ sind – das heißt sie stehen praktisch unendlich zur Verfügung. Bei der Nutzung dieser Ressourcen, besteht im Gegensatz zur Nutzung von Atomkraft als Energiequelle kein unkalkulierbares Gefahrenproblem und kein Endlagerproblem. Bei den erneuerbaren Energien handelt es sich um:
  • Sonnenenergie
  • Wasserkraft
  • Wind
  • Erdwärme
  • Biomasse (aus nachwachsenden Rohstoffen)

Die erneuerbaren Energien in Deutschland

Energie ist für die Erzeugung von Strom und Wärme notwendig und ebenso als Kraftstoff. Die einzelnen erneuerbaren Energiequellen eignen sich dafuer in unterschiedlicher Weise. Während Windkraft und Sonnenenergie vorwiegend Strom liefern, wird durch nachwachsende Biomasse Strom, Wärme und Kraftstoff geliefert. Die sogenannte Geothermie aus der obersten Erdkruste kann als Wärme genutzt werden. In Deutschland ist die Beteiligung der einzelnen Formen der regenerativen Energie zur Deckung des Energiebedarfs regional unterschiedlich verteilt. Im Süden der Republik überwiegt beispielsweise der Anteil der Sonnenenergienutzung mit Hilfe von Photovoltaik, während im Norden ein Großteil der regenerativen Energie aus Windenergie stammt. In Deutschland ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch seit den 1990er Jahren insgesamt beständig gestiegen, wobei der Anstieg im Stromsektor am höchsten lag. Der Anteil der regenerativen Stromerzeugung in den vergangenen Jahren lag bei 36% (2017) und 37,8%(2018) für den Brutto Stromverbrauch . Somit liegt der Anteil der konventionellen Energiequellen noch immer bei rund 80%. Den größten Anteil liefert die Windenergie bei der regenerativen Stromerzeugung (49.5%), gefolgt von Strom, der aus Biomasse entsteht (20.8%), der Sonnenenergie (20.5%) und Wasserkraft (4.8%). (Stand 2018).

Gibt es Alternativen zu den erneuerbaren Energien?

Die Nutzung und der Ausbau der erneuerbaren Energien sind nicht problemlos. Beispielsweise kann eine Wasserkraftanlage das Ökosystem der Fließgewässer beeinträchtigen, die Stromtrassen die Landschaften zerschneiden, die Windkraftanlagen den Lebensraum von Vögeln zerstören und bei den Biomassekraftwerken fallen natürlich Abgase an. Jedoch scheinen viele dieser Probleme lösbar im Vergleich zu den Eingriffen in den Naturraum, für die Gewinnung von Braunkohle, den Ölkatastrophen oder die massive Beeinträchtigung der Atmosphäre durch die Verbrennung fossiler Biomasse sowie die ungelöste Frage der Endlager für Atommüll. Der Umstieg auf regenerative Energieerzeugung ist unumgänglich selbst in Hinsicht darauf dass alle Einwände gegen die Verwendung fossiler Energieträger beiseitegeschoben würden. Der simple Grund dafür ist die Endlichkeit der fossilen Brennstoffressourcen, die ebenfalls für die Ressourcen gilt, die zur Nutzung von Atomkraft benötigt werden, insbesondere Uran. Laut einer Studie des BGR lag das verbleibende Potenzial an Erdöl 2018 bei rund 691 Gt.

Die Zukunft ist erneuerbar

Die Ablösung der fossilen Brennstoffe ist somit eine Notwendigkeit auch in Hinsicht auf das Erreichen der EU-Klimaziele zu 2020 – was eher unwahrscheinlich ist - und bis 2050. In der Zukunft wird es eine der Herausforderungen sein, den Ausbau der regenerativen Energien besser mit den Stromnetzen zu synchronisieren. Für die Erreichung der Ziele ist es notwendig viele Technologien in Betracht zu ziehen und dies gilt nicht nur für die Stromerzeugung, sondern ebenfalls für dessen Speicherung. Bei Lithium handelt es sich um einen weiteren endlichen Rohstoff, der ebenfalls Probleme bei der Entsorgung birgt. Andere Technologien sind von der lokalen Topologie abhängig und andere wiederum gelten eher als unwirtschaftlich, da zu viel Energie in Form von Abwärme verloren geht. Zudem sind bspw. die Power-to-Gas-Anlage sehr wartungsintensiv. Doch es gibt technische Hilfsmittel, mit denen die Effizienz und Zuverlässigkeit gesteigert werden kann, wie bspw. der Einsatz von Motorschutzschaltern , die sich bspw. in Kompressoren befinden. Bei diesen Schaltern handelt es sich um Schutzeinrichtungen, durch die ein Überhitzen oder eine Überspannung verhindert wird. Solche Kompressoren sind ein Kernbestandteil von Biomethan-Verflüssigungsanlagen, Druckluftspeichern und ähnlichen Speicherlösungen. Weitere wichtige Punkte sind zudem die Weiterentwicklungen der Speichertechnologien für Energie, eine intelligente Steuerung des Stromverbrauchs und der Stromnetze insgesamt sowie generelle Energieeinsparungen und Energieeffizienz. Aber auch das weitere Voranbringen der energetischen Gebäudesanierung ist ein wichtiger Schritt.

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