Die erste große Winterssturmflut der Saison hat am Wochenende den Hamburger Fischmarkt überschwemmt. Seit Tagen schon fegt ein kräftiger Sturm über Norddeutschland hinweg und sorgt für unruhige See. Bislang hielt sich der Wind zwar noch in Grenzen, doch nun hat sich die Windrichtung gedreht. Anstatt wie zuvor von der Nordsee abzuflauen, weht der Wind nun aus südwestlicher Richtung und drückt immer mehr Wasser an die Küste.
Das führte dazu, dass die Flüsse über die Ufer traten und den beliebten Hamburger Fischmarkt komplett unter Wasser setzten. Viele Stände, Geschäfte und Restaurants mussten ihre Türen schließen, da das Hochwasser teilweise bis zu einem Meter hoch stand. Für die Bewohner und Gewerbetreibenden in den Elbvororten ist dies ein jährlich wiederkehrendes Problem, dem sie sich in den Wintermonaten ausgesetzt sehen.
Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk waren im Dauereinsatz, um die Schäden zu begrenzen und vollgelaufene Keller auszupumpen. Auch die Polizei musste zeitweilig Straßen sperren, um die Bevölkerung vor den Gefahren des Hochwassers zu schützen. Experten rechnen damit, dass die Sturmflut noch bis in die Nacht hinein andauern wird, bevor der Wind langsam wieder nachlässt.
