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Ex-Innenminister musste nach Amtsverlust Einparken wieder lernen

Der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat nach dem Verlust seines Amtes nur langsam wieder in das normale Leben zurückgefunden und musste vor allem das Autofahren neu üben. "Ich bin ja viele Jahre nur mitgefahren. Ich hatte immer geglaubt, ein guter Autofahrer zu sein. Aber nach 13 Jahren ohne Übung hatte ich schon Probleme beim Einparken. Das hat mich sehr geärgert, und es ist immer noch nicht so gut wie vorher", sagte de Maizière der "Bild am Sonntag". De Maizière musste im März 2018 überraschend den Posten des Innenministers räumen, weil die CSU in den Koalitionsverhandlungen das Ministerium für sich beanspruchte. Er war insgesamt 27 Jahre in Regierungsverantwortung. Der Abschied von der Macht sei ihm sehr schwer gefallen, sagte der CDU-Politiker. "Es ist wie bei Spitzensportlern: Die können nicht von heute auf morgen aufhören, das würde ihr Körper nicht verkraften. Sie müssen langsam abtrainieren", so der ehemalige Bundesinnenminister. In den ersten Tagen habe er sich immer angesprochen gefühlt, wenn in den Nachrichten der Innenminister erwähnt wurde. "Dann kam eine Phase, in der ich immer überlegte: Was würde ich machen, wenn ich noch Innenminister wäre? Eine überflüssige Frage, aber ich musste diese Frage erst allmählich verdrängen", so de Maizière weiter. Das Amt selbst habe auch viele Entbehrungen mit sich gebracht: "Minister zu sein ist eine schöne und erfüllende Aufgabe, aber der Preis ist dennoch hoch. Ich hatte zwar mit all meinen Fahrern und Personenschützern großes Glück. Aber es ist trotzdem ein tiefer Eingriff ins Privatleben, wenn bei jedem Spaziergang, bei jeder Autofahrt mit der Ehefrau jemand dabei ist." De Maizière freut sich über seine wiedergewonnene Freiheit: "Dass ich jetzt nicht mehr jede Nacht mit dem Handy am Bett schlafen muss, ist eine Erleichterung." Foto: Parkplatz-Schild, über dts Nachrichtenagentur

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