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Externe Personalentwicklung bringt viele Vorteile

Bei Weiterbildungen handelt es sich um mehr, als nur eine reine Wissensvermittlung und eben aus diesem Grunde sind sie gefragt, da Soft Skills und Verhaltensweisen einer bestimmten Zielgruppe vermittelt werden. Ob die Weiterbildung inhouse oder extern besser ist, das ist dabei individuell zu betrachten.

Arbeitnehmer sind das Kapital eines Unternehmens

Bei den Arbeitnehmern handelt es sich um das Kapital eines jeden Unternehmens. Die Arbeitnehmer können ohne eine regelmäßige Weiterbildung durch Seminare ihr Fachwissen nur schwer auf einem aktuellen Stand halten. Von vielen Unternehmen wurde dieser Bedarf bereits erkannt und sie setzen daher auf eine Kombination aus klassischen Seminaren und modernen Lernmethoden.

Laut einer Online-Befragung des Beratungsunternehmens „Sopra Steria Consulting“ (Quelle: managerSeminare, Heft 229, April 2017, S. 6) investieren 43% der deutschen Unternehmen vermehrt in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter anstatt in das Anwerben neuer Fachkräfte. Eine Statist Studie zeigt auf, dass die Unternehmen für die informelle Weiterbildung der Mitarbeiter – Informationsveranstaltungen, Lernen im Prozess der Arbeit und selbstgesteuertes Lernen mit Medien – in 2013 rund 345 Euro pro Kopf betrug. Des Weiteren ergab eine Umfrage aus 2012, dass im Jahre 2012 rund 77,5 % der Unternehmen Ihre Mitarbeiter im Rahmen auswärtiger Tagungen und Seminare weiterbilden ließen und 60,8 % durch regelmäßigen Präsenzunterricht im eigenen Haus. Damit gehören die klassischen Seminare auch heute noch zum Standardrepertoire in der Personalentwicklung und das hat seine guten Gründe.

Weiterbildungen sind ein Muss

Bei Weiterbildungen sind Präsenzveranstaltungen unersetzlich, denn schließlich geht es dabei nicht nur um reines Faktenwissen. Denn Mitarbeiter, die beispielsweise ihr Auftreten oder die Stimme bei Vorträgen trainieren sollen/müssen, die müssen praktisch üben. Ob das intern (Inhouse) oder extern stattfindet, das ist von der Art und auch dem Umfang der Weiterbildung abhängig.

Zudem ist auch die Größe der Teilnehmergruppe ein Faktor, der bestimmt ob ein Kurs extern oder inhouse stattfindet. Eine Inhouse Schulung ist dann von Vorteil, wenn die Weiterbildung praxisbezogen stattfinden soll – also auf das Unternehmen abgestimmt. Denn so können die Teilnehmer vor Ort und sehr realitätsbezogen geschult werden. Des Weiteren ist das Schulungsumfeld für alle Teilnehmer gewohnt und auch die Ausfallzeiten sind geringer. Ein weiterer wichtiger Fakt sind die Kosten, denn diese fallen gering aus, denn bei einer inhouse Schulung fallen eine Reise-, Unterkunft- und Verpflegungskosten an.

Die Vor- und Nachteile von Inhouse-Schulungen

Eine Inhouse-Schulung wird direkt im Unternehmen durchgeführt – hier gibt es keine externen Teilnehmer. Die Wünsche und Bedürfnisse des Unternehmens stehen bei diesen Schulungen im Vordergrund, wobei der Termin, die Dauer sowie der Inhalt der Schulung vom Unternehmen bestimmt werden. Im Vorfeld kann der Weiterbildungsverantwortliche des Unternehmens den oder die Trainer kennenlernen und den konkreten Schulungsbedarf konkret durchsprechen. Anhand praktischer Beispiele aus dem Unternehmen kann das theoretische Wissen direkt umgesetzt werden. Es ist ebenfalls möglich, echte Probleme zu diskutieren, da in einer Inhouse-Schulung die vertraulichen Informationen nicht das Unternehmen verlassen.

Allerdings können Inhouse-Schulungen aufgrund etwaiger Störungen zu einem Problem werden. Denn die Kollegen wissen bei einem Notfall, dass der Kollege der in dem Fall benötigt wird, im Betrieb ist, und können ihn so bei Bedarf aus der Schulung holen. Sollten solche Unterbrechungen häufiger vorkommen, dann wird dadurch der gesamte Schulungsablauf gestört.

  • Die Schulung kann auf den Betrieb zugeschnitten werden
  • Es muss auf keinen offenen Termin gewartet werden
  • Die Schulung kann zum Wunschtermin erfolgen – die betrieblichen Abläufe können beachtet werden
  • Bei einer größeren Anzahl von Schulungsteilnehmern kann die Schulung günstiger sein

Externe Weiterbildungen = Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen

Nehmen Mitarbeiter an einer externen Schulung teil, denn bedeutet das auch zugleich ein Erfahrungsaustausch mit Menschen aus anderen Unternehmen. Während einer externen Schulung kommen die sozialen Kompetenzen zum Einsatz, es werden Einblicke in anderen Unternehmensstrukturen gewährleistet und der tägliche Arbeitstrott wird unterbrochen. Der große Vorteil ist dabei, dass die Weiterbildung hier ganz bewusst wahrgenommen werden kann.

Durch eine externe Weiterbildung ist die Möglichkeit das Seminar oder die Schulung einfach „abzusitzen“ nicht mehr gegeben. Doch für wen eine inhouse oder eine externe Weiterbildung lohnenswert ist, das muss von Fall zu Fall ganz individuell entschieden werden. Das heißt, dass die jeweiligen Unterschiede der Weiterbildungsformen bedacht werden müssen und auch die anfallenden Kosten. Aufgrund dessen, das für eine Inhouse-Weiterbildung bestimmte Voraussetzungen gegeben bzw. geschaffen werden müssen, der Betriebsablauf unterbrochen bzw. die Schulung von diesem gestört wird, ist diese für eine geringe Teilnehmeranzahl nicht lohnenswert. Empfehlenswert ist in dem Fall die Teilnahme an einer externen Weiterbildung.

  • Es gibt einen Austausch mit Menschen anderer Unternehmen
  • Die Schulung wird nicht durch den Betriebsablauf gestört
  • Der Arbeitstrott wird unterbrochen – die Weiterbildung wird bewusster wahrgenommen

Weiterbildungsmaßnahmen bieten Mehrwert

Egal ob inhouse oder extern: Jede einzelne Maßnahme zur Weiterbildung der Mitarbeiter bietet oftmals einen Mehrwert des gestärkten Zusammengehörigkeitsgefühls. Ob extern oder inhouse: Beide Weiterschulungsmaßnahmen weisen Vor- und Nachteile auf. Unternehmen sollten diese nach den Aspekten des Lernerfolgs, des Zeitbedarfs, der Kosten und auch der Gegebenheiten des Unternehmens entscheiden. Nur dann wenn sich ein Unternehmen mit den Vor- und Nachteilen der Weiterbildungsformen auseinandersetzt, ist es möglich, die tatsächlichen Vorteile zu erkennen und damit die optimale Weiterbildungsform ganz bewusst zu wählen.

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