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Voestalpine stellt Standort Österreich in Frage

Linz - Der österreichische Stahlhersteller Voestalpine stellt offenbar den Standort Österreich in Frage: Man denke darüber nach, in der Zukunft Kapazitäten aus der Heimat abzuziehen und anderswo anzusiedeln, berichtet die F.A.Z. (Samstagsausgabe). Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Eder sagte im Gespräch mit der Zeitung, Mitte nächsten Jahrzehnts würden mehrere Anlagen in Linz das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, und mit Blick auf dieses Datum müsse sich Voestalpine "die grundsätzliche Frage stellen, was langfristig der richtige Standort ist". Eder zieht es derzeit vor allem in die Vereinigten Staaten

In der kommenden Woche wird Voestalpine der Zeitung zufolge ein neues Autokomponentenwerk im Bundesstaat Georgia eröffnen, außerdem steht der Spatenstich für eine Direktreduktionsanlage in Texas auf dem Programm, die Vormaterial für die Stahlerzeugung produzieren soll. Das Werk in Texas ist demnach die größte Auslandsinvestition in der Geschichte von Voestalpine. Eder beklagte in dem Gespräch die hohe Steuerbelastung in Österreich und eine mangelnde Dialogbereitschaft der dortigen Regierung. Eine Belastung für seinen Konzern sei auch die Umwelt- und Energiepolitik der EU-Kommission. "Im Moment sehen wir nur Nordamerika als langfristig kalkulierbaren Standort," sagte Eder der F.A.Z.

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