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Facebook: Beeindruckendes mobiles Lineup

Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit nutzen das soziale Netzwerk Facebook. Dabei hatte es der Gründer Mark Zuckerberg im Jahr 2004 an der Harvard University ursprünglich nur als Plattform für die dortigen Studenten gegründet. Mittlerweile ist daraus jedoch ein regelrechtes Imperium entstanden. Häufig kauft Facebook andere Unternehmen auf, um die neuesten Technologien im eigenen Haus nutzen zu können und die Konkurrenz auszuschalten. In den letzten Jahren tätigte Facebook viele kleiner, allerdings auch sehr große Übernahmen, wie beispielsweise die Übernahme des Fotodienstes „Instagram“, des Nachrichten Dienstes „WhatsApp“ und einiges mehr. Das mobile Line-Up von Facebook hat mittlerweile beeindruckende Ausmaße angenommen.

Facebook ermöglicht die Erstellung von privaten Profilen zur Darstellung der eigenen Person, von Unternehmensseiten und von Gruppen, die zu einer privaten Diskussion über gemeinsame Interessen genutzt werden kann. Durch Freundschaftsanfragen werden die Profile untereinander vernetzt. Jeder Nutzer kann auf der eigenen Profilseite Fotos und Videos hochladen. Auf der Pinnwand dieses Profils kann nun jeder Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Kommentare zu den Beiträgen veröffentlichen. Berühmt wurde Facebook jedoch für seinen Like– bzw. Gefällt mir-Button. Mit nur einem Klick können Nutzer so Beiträge, die ihnen gefallen, positiv bewerten. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten, können sich Nutzer persönliche Nachrichten schicken oder chatten. Facebook verfügt zudem über einen Markplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können. Über die Facebook-App lassen sich alle diese Funktionen auch mobil nutzen. Das findet Anklang bei den Nutzern und bescherte dem Konzern eine Steigerung von ca. 1,2 Mrd. (2014) auf ca. 1,45 Mrd. Nutzer (2015). Doch auch mit anderen Diensten konnte Facebook seine Nutzerzahlen deutlich steigern.

Facebook-mobil Facebook: Beeindruckendes mobiles Lineup

WhatsApp löst die SMS ab

WhatsApp ist die beliebteste App der Deutschen. Fast 700 Millionen Nachrichten verschicken sie jeden Tag. Der Nachrichten Dienst für Smartphones ist für viele das Zentrum ihrer täglichen Kommunikation geworden. Der WhatsApp Messenger ist eine plattformübergreifende App, die es Nutzern erlaubt, Nachrichten auszutauschen ohne für SMS zahlen zu müssen. Er ist erhältlich für iPhone, BlackBerry, Windows Phone und Android. Da dieser Messenger den Datentarif verwendet, den auch zum mobilen Surfen im Internet benutzt, ist es kostenlos, Nachrichten zu verschicken und mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Zusätzlich zum normalen Nachrichtenaustausch können WhatsApp-Nutzer Gruppen erstellen und sich gegenseitig unbegrenzt Bilder, Video- und Audiodateien zuschicken. Seit 2014 gehört dieser Messaging-Dienst zu Facebook und im Frühjahr 2015 wurde den Nutzern auch das internetbasierte Telefonieren über die App möglich gemacht. Dem kostenlosen Dienst wird die weitgehende Ablösung der SMS zugeschrieben. Das erklärt auch die enorme Steigerung der Nutzerzahlen von 700 Mio. Nutzern auf 1 Mrd.

Facebook Messenger auch ohne Facebook Profil

Ähnlich beliebt ist der hauseigene Nachrichten Dienst von Facebook, der Facebook Messenger. Mit mittlerweile 800 Mio. Nutzern rangiert er damit knapp hinter WhatsApp auf Rang zwei. Facebook bietet zwar die Möglichkeit, seinen Freunden und anderen Kontakten über die Plattform persönliche Nachrichten zu schicken. Die normale Facebook-App ist von den Entwickeln ganz bewusst im Funktionsumfang beschnitten. Für komfortables Nachrichtenschreiben muss deshalb zwangsläufig auf den Facebook Messenger zurückgegriffen werden. Dank Verknüpfung der beiden Facebook-Apps läuft der Wechsel aber recht reibungslos. An erster Stelle steht die Liste mit den Personen, mit denen zuletzt kommuniziert wurde. Eine neue Unterhaltung beginnt man per Stift-Symbol rechts oben. Fotos, Videos und Emoticons werden über ein Büroklammer-Symbol hinzugefügt, Sticker über den Smiley im Eingabefeld. Im Bereich „Personen“ kann man sehen, wer ebenfalls den Messenger nutzt und wer gerade aktiv ist. Wer selber nicht aktiv zu sehen sein will, muss das ausschalten. Seit über einem Jahr kann auch über Facebook von Nutzer zu Nutzer telefoniert werden – über das Internet, ohne zusätzlich Kosten. 2015 sind einige Neuerungen hinzukommen. Die Nachrichten-App kann nun auch ohne Facebook-Konto genutzt werden. Wer um seine persönlichen Daten besorgt ist, dürfte sich dennoch nicht darüber freuen können: Neben dem vollen Namen muss bei dem Starten des Messenger die Mobilfunknummer angegeben werden – wie bei WhatsApp. Facebook gleicht dann für die Kontaktliste das Adressbuch auf dem Smartphone ab. Facebook-Mitglieder unter den Kontakten, die nicht als solche identifiziert werden können, sollten aber dennoch angeschrieben werden können. Der Nutzername muss hierfür allerdings bekannt sein.

Instagram als Mittel zur Selbstdarstellung

Instagram ist ein soziales Netzwerk zum Teilen von Fotos und Videos und gehört seit August 2012 zum Facebook-Imperium. Für die Akquisition zahlte Facebook eine schlappe Milliarde US-Doller. Aber anscheinend hat sich das gelohnt. Auch bei dieser mobilen Anwendung steigen die Nutzer von 300 auf 400 Mio. Mit der kostenlosen Instagram-App für Android, iOS und Windows Phones können Fotos und Videos erstellt und mit unzähligen Filtern bearbeitet werden. Anschließend können diese – je nach Privatsphäre-Einstellung – entweder der breiten Öffentlichkeit oder lediglich den akzeptieren Abonnenten zugänglich gemacht werden, die wiederum die Fotos und Videos mit „Gefällt mir“/Herz-Symbol markieren oder auch kommentieren können. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Man zückt sein Smartphone, knipst ein schönes Foto und postet es auf Instagram. Damit das jedoch nicht nur den eigenen Abonnenten angezeigt wird, sondern auch von anderen Nutzern gefunden und bestaunt werden kann, werden die Bilder mit zahlreichen Hashtags versehen. Neben Privatpersonen und Prominenten nutzen auch Unternehmen Instagram. Besonders das „Visual Storytelling“ steht dabei im Fokus: Durch die Nutzung von Instagram versuchen Unternehmen ihre Markenbekanntheit zu erhöhen, ihr Markenimage zu verbessern oder Kampagnen zu verbreiten.

Facebook hat das mobile Internet verstanden. Die Anzahl an Nutzern von Facebook, WhatsApp und Instagram wächst unaufhörlich. Damit ist Facebook zu einem regelrechten Imperium im Bereich der mobilen Kommunikation aufgestiegen. Freilich ist ein derart rasanter Aufstieg in so kurzer Zeit auch mit jeder Menge Kritik verbunden. Facebook hat auch wegen seines unkontrollierbaren Wachstums mitunter Wege eingeschlagen, die das Unternehmen und seine Geschäftsidee in Konflikt mit international unterschiedlich gehandhabten und interpretierten Datenschutz-Bestimmungen, dem Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet sowie der generellen Frage, was im World Wide Web zulässig ist und was nicht, brachte. Ein weiterer Kritikpunkt sind die im Februar 2015 eingeführten neuen AGB, die von den Nutzern automatisch akzeptiert werden mussten, wollten sie Facebook weiterhin nutzen. Für Facebook-Gründer Zuckerberg ist der Nutzen klar: Daten und Kundenprofile sollen in Zukunft zwischen Facebook und den Tochterfirmen wie WhatsApp oder dem Online-Werbedienst Atlas ausgetauscht werden können. So können die Internetaktivitäten der Benutzer genauer erfasst und in der Folge beispielsweise für zielgerichtete Werbung eingesetzt werden. „Mission completed“, könnte man sagen.

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