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Fall Niels H.: Patientenschutzstiftung fordert gleiche Standards

Unmittelbar vor Beginn eines weiteren Prozesses gegen den früheren Krankenpfleger Niels H . hat Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, die Bundesregierung aufgefordert, aus dem Fall klare Konsequenzen zu ziehen. "Trotz der größten Mordserie der Nachkriegsgeschichte bleiben Bund und Länder weitestgehend tatenlos. Es fehlen bundesweite Anstrengungen, um solche Einzeltäter rechtzeitig zu stoppen. Das ist unerträglich", sagte Brysch dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagsausgaben). Nach Ansicht des Patientenschützers ist die Bundesregierung gefordert, klare Konsequenzen zu ziehen. Brysch verlangte länderübergreifende, einheitliche Lösungen für alle 2.000 deutschen Krankenhäuser und 13.600 Pflegeheime. Dazu zählte er Anlaufstellen für anonyme Hinweisgeber, eine lückenlose, standardisierte und elektronische Kontrolle der Medikamentenabgabe sowie amtsärztliche, zertifizierte Leichenschauen. Brysch forderte außerdem Schwerpunktstaatsanwaltschaften und zentrale Ermittlungsgruppen bei der Polizei. Morde wie die von Niels H. könnten überall passieren. Am Dienstag beginnt vor dem Landgericht Oldenburg der Prozess gegen den bereits rechtskräftig verurteilten, ehemaligen Krankenpfleger. Niels H. soll von Februar 2000 bis Juni 2005 an den niedersächsischen Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst 100 Patienten umgebracht haben . Ihm wird vorgeworfen, seinen Opfern absichtlich Medikamente verabreicht zu haben, die zum Herzstillstand führten, um sie anschließend reanimieren zu können. Die neuen Vorwürfe hat Niels H. bereits überwiegend gestanden. Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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