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Feuerwehr-Präsident nach AfD-Kritik bedroht

Nach seiner Warnung vor einer rechtspopulistischen Unterwanderung der Feuerwehr wird der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hartmut Ziebs, seit Tagen massiv beleidigt und verbal bedroht. Das berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitasgausgaben) unter Berufung auf E-Mails an Ziebs. Der Staatsschutz habe in dem Fall die Ermittlungen aufgenommen, bestätigte ein Sprecher der Polizei in Hagen.

In E-Mails werde er seit Tagen beschimpft und verleumdet, sagte Ziebs dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die E-Mails liegen dem Staatsschutz vor, erklärte dessen Sprecher in Hagen. Eine der Nachrichten wurde von der E-Mail-Adresse einer Freiwilligen Feuerwehr in Dortmund gesendet. Dort werde dem Vorfall noch nachgegangen. Hintergrund ist ein Streit über den Umgang mit AfD-Sympathisanten. Fünf von sieben Vizepräsidenten des Verbandes fordern Ziebs in einem Schreiben zum Amtsverzicht auf, ohne Gründe zu nennen. Zuvor hatte seine Aufforderung an alle Feuerwehrleute, sich klar von rechtsextremen AfD-Sympathisanten innerhalb der Feuerwehr zu distanzieren, Aufruhr inner- und außerhalb der Feuerwehr ausgelöst. Ziebs sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ am Donnerstag, die Drohnachrichten hätten ihn schockiert. Beleidigende E-Mails habe er schon einige bekommen, doch in den letzten Tagen habe es eine neue Stufe erreicht. „Natürlich mache ich mir da Sorgen, dass bei mir zu Hause tatsächlich was passieren könnte“, sagte er. „Wenn ich jetzt im Dunkeln mit meinem Hund spazieren gehe, habe ich schon ein mulmiges Gefühl.“ Auch seine Familie belasten solche Nachrichten. Er verspüre aber auch viel Rückhalt, weshalb er nicht von seinem Amt abrücken wolle, so Ziebs. „Es treibt mich eher an. Jetzt werde ich erst recht dafür kämpfen, dass die Feuerwehr nicht von rechtsnationalen Kräften infiltriert wird.“

Foto: Feuerwehrzufahrt, über dts Nachrichtenagentur

 

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