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Unnötige BSE-Tests kosten Millionen

Berlin – Deutschland gibt einem Medienbericht zufolge in den nächsten zehn Jahren 13 Millionen Euro für offensichtlich unnötige BSE-Tests bei Rindern aus. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung den Deutschen Bauernverband berichtet, kosten die BSE-Tests rund 1,3 Millionen Euro pro Jahr. Insgesamt schätzten Experten die deutschen BSE-Folgekosten inzwischen auf 2,1 Milliarden Euro.

Risikoforscher Ortwin Renn von der Universität Stuttgart sagte „Focus“, die BSE-Kontrollen seien ein klarer Fall von „Geldverschwendung“. Nach seiner Ansicht müsste Gefahrenabwehr dort erfolgen, wo sie sinnvoll und notwendig ist. Die BSE-Millionen wären in der Hygieneforschung besser eingesetzt, denn fast 30.000 Deutsche stürben jährlich durch Krankenhauskeime. In der EU können die Mitgliedsländer seit März auf Grund einer neuen Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit vollständig auf BSE-Tests verzichten. An der neuen Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit, die wahrscheinlich durch den Verzehr von BSE-Fleisch ausgelöst wird, starb bisher in Deutschland niemand. Vom 1. Januar 2001 bis zum 30. Juni 2013 wurden hierzulande 22.437.891 Rinder auf BSE untersucht.

Foto: Kühe, über dts Nachrichtenagentur

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