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FREITAG lab. ag mit neuer Führung

Freitag TaschenZürich – Es ist die Verwendung von recyclierten Materialien, hauptsächlich LKW-Planen, die jedes Freitag-Produkt zu einem Unikat werden lassen. Verschiedene Taschenmodelle, Accessoires, Portemonnaies und Laptoptaschen, aber auch Sportartikel, etwa Fußbälle und Boxersäcke werden produziert. Bis in die Designsammlung des MoMA in New York hat es eine Tasche geschafft, die Top Cat Messengerbag. Der Verkauf erfolgt in mehr als 350 Geschäften und neun Flagship-Stores in Zürich, Davos, Lausanne, Berlin, Köln, Hamburg, Wien, New York und Tokio. Der Zuschnitt für die Produkte erfolgt in Zürich, genäht werden sie in Frankreich, Portugal, Tsch3chien und Tunesien. Doch nun sucht das Unternehmen einen neuen Geschäftsführer.

Monika Walser geht

Mit Ende Januar verabschiedet sich die bisherige Geschäftsführerin vom Unternehmen, dem sie Jahre lang die Treue gehalten hat. Seitens des Unternehmens heißt es, dass die internationale Expansion Walser zu verdanken sei. Sie hätte eine Stärkung der Marke auf dem asiatischen Markt erreicht und den Neuauftritt in Südkorea. Monika Walser wird sich jedoch nur langsam zurückziehen und Projekte, die noch nicht abgeschlossen sind, zu Ende führen. Die Sprecherin von Freitag, Elisabeth Isenegger, betont, dass es sich um ein einvernehmliches Arrangement handle. Zu den konkreten Gründen wollte sie sich jedoch nicht äußern. Auch über Geschäftszahlen herrscht Schweigen. Dem Unternehmen gehe es gut. Zunächst wird Walsers Stellvertreter Christian Schori die Geschäfte führen. Die Suche nach einem Nachfolger sei bereits weit fortgeschritten, doch es sei noch zu früh, um Namen zu nennen, erklärte Isenegger.

LKW-Planen und Co

Es waren die Daniel und Markus Freitag, die 1993 ähnlich dem deutschen Unternehmen Ortlieb, eine Messengerbag aus LKW-Planen, Fahrradschläuchen und Autogurte entwarfen. Vorbild waren die Taschen der New Yorker Kuriere. Mit der neuen Messengerbag erregten  sie in der Welt der Taschenmode Aufsehen. Seither haben die beiden Brüder 40 Modelle serienmäßig produziert und verwenden inzwischen auch Airbags als Ausgangsmaterial. Der Firmensitz von Freitag ist in Zürich angesiedelt. Jährlich werden rund 200 Tonnen LKW-Planen verarbeitet, ebenso 75.000 Fahrradschläuche und 25.000 Airbags. Der Begriff Upcycling erfuhr durch die Brüder Freitag eine neue Dimension.  Schließlich wurden drei Firmen gegründet. Die Freitag lab AG, 2005 gegründet, löste die erste Gesellschaft ab. Sie produziert und vertreibt die Upcycling-Produkte. Daneben entstand zeitgleich die Freitag reference AG, die sich mit Dienstleistungen und Beratung im Bereich visueller Kommunikation, Grafik und Multimedia beschäftigt. Ebenfalls 2005 gegründet, ist die Regroup AG für die Verwaltung zuständig, für Finanzierungen und den Verkauf von Lizenzen. Innerhalb von 20 Jahren führten LKW-Planen zum weltweiten Erfolg, viele Jahre unter der Führung von Monika Walser.

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