Fußball: China investiert Rekordsummen in neue Stars

In den letzten Jahren hat China eine Rekordsumme in den nationalen Fußball investiert. Um die heimische Liga zu stärken, also das allgemeine Niveau anzuheben aber auch die Strahlkraft der chinesischen Liga zu erhöhen, wurden verschiedene Stars für horrende Ablösesummen verpflichtet. Der absolute Rekordtransfer war die Verpflichtung des brasilianischen Mittelfeldspielers Oscar, den die Mannschaft der Shanghai SIPG für eine Ablösesumme von 60 Millionen Euro zu sich lotsen konnte. Dabei soll das Nettojahresgehalt des Spielers bei etwa 20 Millionen Euro liegen. Weitere bekannte Spieler, die für viel Geld nach China wechselten, sind Hulk, Alex Teixeira und Jackson Martínez.

Auch in Deutschland machte die chinesische Super League Schlagzeilen. Nach einem langen hin und her wechselte der Kölner Modeste nach China. Auch der Torschützenkönig der Bundesliga in der vergangenen Saison, Pierre-Emerick Aubameyang, wurde als Wechselkandidat gehandelt, verblieb aber letzten Endes in der Bundesliga.

Die treibende Kraft hinter den großen Investitionen in den chinesischen Fußball ist Staatspräsident Xi Jinping. Er gilt als großer Fußballfan und möchte 2030 die Weltmeisterschaft austragen und sie bis spätestens 2050 auch gewinnen.

Die 336 Millionen Euro, die im Jahre 2016 in China in den Fußball investiert wurden, lagen deutlich über den Ausgaben der englischen Premier League. Allerdings werden die Ausgaben für Transfers wohl eher stagnieren oder zurückgehen, da ein gewisses Umdenken stattgefunden hat. Nachdem nun der chinesische Fußball an Strahlkraft gewonnen hat, sollen besonders die chinesischen Talente früh erkannt und gefördert werden. In der Schule wird Fußball zum Pflichtfach und die Verpflichtung von ausländischen Stars muss doppelt versteuert werden. So lohnt es sich für die Clubbesitzer kaum noch ausländische Stars zu verpflichten. All dies soll zum Erstarken des chinesischen Fußballs beitragen und dafür sorgen, dass das chinesische Fußballnationalteam schon bald konkurrenzfähig wird.

Der europäische Fußball ist aber weiterhin bei Fans und Investoren sehr beliebt. Heute werden nicht mehr die großen Stars aus den europäischen Ligen verpflichtet, sondern in das Produkt Fußball investiert, welches als sehr krisensicher gilt. Der Staatspräsident Xi Jinping hat auch in Aussicht gestellt, die Reglementierungen, die für chinesische Investoren außerhalb von China bestehen, zu lockern. Als diese Informationen bekannt wurden, sind sofort einige Gerüchte entstanden. So soll ein chinesisches Konsortium planen, Newcastle United zu übernehmen. Des Weiteren soll Interesse an einer Beteiligung an Aston Villa, Manchester City, Atletico Madrid, West Brom und Wolverhampton von chinesischer Seite aus bestehen.

Die hohen Investitionen aus China in den Fußball werden somit weiter anhalten. Allerdings ist in letzter Zeit ein Wandel weg von der Verpflichtung von europäischen Stars, hin zu Investitionen in die chinesische Fußballjugend und in die europäischen Fußballclubs zu erkennen.

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