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Gabionen befüllen – darauf gilt es zu achten

Gabionen kommen in der Landschaftsarchitektur, dem Wasserbau und im Straßen- und Wegebau zum Einsatz. Sie dienen zum Aufbau von Wällen, als Sicht- oder Lärmschutzanlage, zur Böschungsbefestigung und als Stützmauer. Wer sich für eine Gabione als Sicht- oder Wandschutz entscheidet, dem kann nur gratuliert werden, denn schließlich hat er sich für eine zeitlose und tolle Lösung entschieden, um einen modernen Garten anzulegen. Doch es gibt einiges zu beachten, wenn es darum geht die Gabionen zu befüllen. Zwar ist es nicht schwer, diese zu befüllen, aber die Befüllung hat optische und technische Auswirkungen auf die Gabionen.

Die geeigneten Materialien zum Befüllen von Gabionen

Gabionen lassen sich vielseitig befüllen, doch grundsätzlich kommen Natursteine oder Bruchsteine zum Einsatz. Ebenfalls ist Schotter eine Möglichkeit, das jedoch nur für die besonders engmaschigen Gabionenkörbe. Daneben können noch einige andere Materialien genutzt werden, um die Körbe zu füllen:
  • Naturprodukte wie Rindenstücke, Tannenzapfen, Holzstücke
  • Stroh oder Strohballen
  • Glasbrocken – verschiedenfarbig, die sich dann eindrucksvoll von innen her beleuchten lassen
  • Gewöhnliche Pflastersteine
Farbenfroher sind bunte Plastikbälle, wie sie aus dem Bällebad bekannt sind oder auch leere Flaschen, die dann mit der Bodenseite nach außen in die Gabionenkörbe gelegt werden. Darueber hinaus kann jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen und mit der Füllung der Gabionen sein ganz individuelles Statement machen.

Worauf beim Füllmaterial achten?

Egal, für welche Füllung sich der Bauherr entscheidet, es gilt darauf zu achten, dass die Körnung deutlich größer ist, als die Maschenweite. Der Richtwert lautet hier 1,5- bis 2-fach größer, da ansonsten das Füllmaterial durch die Maschen fällt. Sollen Gabionen mit Schotter gefüllt werden, dann ist zu beachten, dass dessen Korngröße immer in Millimeter angegeben wird, und zwar in Kleinst- und Grösstform. 5/45 bedeutet bspw., dass die kleinsten Teile 5mm und die größten 45 mm groß sind. Zudem gibt es noch etwas wichtiges: Die Befüllung muss frostsicher sein. Das ist wichtig, damit auch in der kalten Jahreszeit keine Probleme entstehen und die Wand weiterhin die gewohnte Steifig- und Festigkeit aufweist.

Die Hohlräume auffüllen

Zu beachten bei der Befüllung ist, dass sie die Gabionen vorsichtig mit einem Gummihammer anstoßen, sobald diese in einer Höhe von 20 bis 25 Zentimeter über die ganze länge befüllt sind. So werden die Steine vorsichtig „angerüttelt“ und die Hohlräume etwas aufgefüllt. Je weniger Hohlräume vorhanden sind, umso stabiler wird die Gabione. Zudem wird ein egales Gesamtbild erzielt. So wird weiter vorgegangen, bis das die gesamte Gabione befüllt ist.

Ideen für die Befüllung der Gabionen

Es gibt nur wenige Eigenheimbesitzer, die sich eine Standardausführung der Gabionen mit grauen Kies, denn schließlich möchte sich niemand bei dem Anblick  an eine Autobahnbefestigung erinnern. Doch es gibt einige Ideen fuer Gabionenzaun, die diesen Sichtschutz zu einem echten Blickfang werden lassen.

Das Spiel mit Farben

Warum nicht einfach einmal mit Farben spielen? So kann bspw. ein horizontaler Streifen andersfarbiger Steine eingefüllt werden. Das wirkt frisch und modern.

Der Gabionenzaun mit Wasserfall

Wer auf ein einzigartiges Designelement setzt, der baut einen Wasserfall in den Zaun selber ein. Solche Elemente sind bereits für wenig Geld erhältlich. Einzusetzen sind diese jedoch bereits beim Aufstellen der Gabionen. Zwar ist auch ein nachträglicher Einbau möglich, doch dies ist mit weitaus mehr Aufwand verbunden.

Bepflanzen und Begrünen von Gabionen

Sollte die Gabionenwand zu schlicht und steril wirken, dann ist es möglich, die Oberfläche mit ausgewählten Pflanzen begrünen – ähnlich von einem Vertikal-Garten. In diesem Fall wird die oberste Schicht mit Erde befüllt und nicht mit Füllmaterial. Wer seine Gabionen bepflanzen und begrünen möchte, der muss unbedingt eine deckellose Variante von Gabionengittern wählen. Hortensien der eine Bepflanzung mit Gräsern eignen sich besonders dafür.

Gabionen als Rankhilfe

Gabionenkörbe eignen sich ebenfalls ideal als Rankhilfe für bestimmte Kletterpflanzen. Rosen, Wein oder Clematis werden die graue Steinwand besonders schnell begrünen und optisch aufbessern.

Die Befüllung mit Glassteinen

Gabionen können ebenfalls hervorragend mit Glasbrocken aus Recyclingglas befüllt werden. Damit werden die Gabionen zu einem echten Hingucker, insbesondere in Verbindung mit Beleuchtungselementen können spannende Akzente innerhalb der Körbe gesetzt werden. Zudem ist eine Kombination aus Steinbrocken und Glas denkbar. Auf diese Weise entstehen dann kreative, individuelle Muster – ganz nach eigenen Geschmack.

Tipps und Kauf von Gabionensteinen

Teilweise sind die Natursteine transport- und produktionsbedingt besandet. Daher sollte das Material vor der Verwendung abgespült werden. Wenn es an die Befüllung geht, dann sollten die Steine mit Bedacht eingefüllt werden, um größere Hohlräume zu vermeiden. Darüber hinaus sollten in regelmäßigen Abständen Distanzhalter eingesetzt werden, damit der Abstand der Seitenwände gleichmäßig zueinander bleiben. Vorab sollte berücksichtigt werden, ob Leitungen für Licht und Steckdosen in den Gabionen verlegt werden sollen. In dem Fall sollte dies frühzeitig geplant werden. Was die Pflege der Gabionen angeht, so sind vor allem hochwertige Gabionen-Steinkörbe pflegeleicht und langlebig. Spezielle Reinigungsmittel sind bei Algen- und Moosbewuchs hilfreich. Die speziellen Steinreiniger, die für die Entfernung von Moos und Algen erleichtern die Reinigung und reinigen zugleich nachhaltig.

Zusammenfassung – wichtige Planungsschritte für die Befüllung der Gabionen

Als Erstes gilt es zu bedenken, für welchen Zweck die Gabionen befüllt werden sollen. Sichtschutz, Hangsicherung, Lärmschutz, Begrenzung usw.. Die Entscheidung dafür ist abhängig von folgenden Faktoren:
  • Maße für Breite, Tiefe und Höhe der Gabionen
  • Maschenweite der Gabionen – davon ist die Befüllung (Steingröße) abhängig.
  • Drahtdicke: Je höher der Gabionenzaun sein soll, desto stärker sollte der Draht sein.
  • Der Untergrund: Ist ein Fundament erforderlich und/oder eine Verankerung?
In erster Linie ist die Wahl des Untergrunds von der Größe der Gabionen und dem Gewicht abhängig. Aber auch die Neigung der Gabionen bzw. die Hanglage wirkt sich auf die Frage aus: Müssen die Gabionen mit oder ohne Fundament aufgestellt werden?
  • Das Füllmaterial auswählen: Neben Steinen können Gabionen bspw. auch mit Glas oder anderen Materialien gefüllt werden.
  • Die Verbindungselemente: Mit welchen Verbindungselementen sollte gearbeitet werden? Randdrahtgitter mit Spiralen bzw. C-Ringen oder doch Ösengitter mit Steckstab?
Eventuell kommt zudem die Klärung der örtlichen Bauvorschriften hinzu, denn es gibt beim Sichtschutz und Abgrenzung zur Straße kann es spezielle Vorgaben zum Bau von Gabionen geben. Diese unterscheiden sich je nach Bauamt.

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