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Goldsuche in Burkina Faso

Gefährliche Goldsuche: Die Minenkinder von Burkina Faso

Es sind Hunderte, die hier in Burkina Faso in Westafrika auf ihr kleines Stück vom Glück hoffen. In der staubigen Landschaft, rund hundert Kilometer von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt , suchen sie nach Gold. Die meisten sind Kinder, die jüngsten gerade mal fünf Jahre alt. In selbstgebauten Schächten und Tunneln durchwühlen sie das Erdreich.O-Ton Kouka Kabore (10), Goldsucher: “Wenn ich groß bin, werde ich mir mit dem Geld ein Haus bauen. Ich gehe nicht zur Schule, und ich will auch nicht zur Schule gehen. Mit der Goldsuche verdiene ich mehr.” Laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF arbeiten in Burkina Faso 700.000 Kinder und Jugendliche in 600 illegalen Minen. Viele schuften mehr als zehn Stunden am Tag, umgeben von giftigen Substanzen wie Cyanid und Quecksilber. Umgerechnet bis zu acht Euro verdienen sie am Tag. Für viele die einzige Chance zu überleben. Ousmane Diallo (15), Goldsucher: “Ich bin hier seit drei Jahren. Ich suche nach Gold, um meinen Unterricht bezahlen zu können, um mir Motorräder zu kaufen und Autos. Zur Schule bin ich nicht gegangen, ganz einfach, weil mich niemand hingeschickt hat. Jeder, der hierherkommt, weiß, dass es eine harte Arbeit ist. Wir bleiben hier, weil wir nichts anderes haben.” Manchmal endet die Goldsuche tödlich: Denn immer wieder brechen Tunnel ein. In den vergangenen drei Jahren haben Hilfsorganisationen mehr als 20.000 Kinder aus den Minen geholt. Und die Regierung hat versprochen, mehr für ihre Sicherheit zu tun. Doch so schnell wird der Zustrom an Kindern in die Goldminen nicht enden – denn Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt.

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