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Givaudan lässt überraschend nach

LavendelduftVernier – Der schweizerische Hersteller Givaudan ist führend in seiner Branche für Riechstoffe und Aromen. Trotz guter Prognosen und gefüllter Auftragsbucher hat er jedoch überraschend im dritten Quartal 2013 deutlich weniger Umsatz gemacht, als zunächst noch von der Konzernführung erhofft. Die Konzernspitze teilte am Donnerstag in Genf mit, dass der Umsatz überraschend um 1,1 Prozent gesunken ist und nur bei 1,09 Milliarden Schweizer Franken lagen.

Allerdings muss man in diesem Zusammenhang auch sehen, dass die Zahlen deutlich anders aussehen, wenn man den Verkaufserlös ausschließlich in den landesüblichen Währungen rechnet und auch die Akquisitionen des Konzerns in diesem Jahr aus den Zahlen der Verkaufserlöse heraus nimmt. Besonders der schwache Dollar soll verantwortlich für die vorliegenden Umsatzrückgänge zuständig sein. Bei den bereinigten Zahlen kommt man auf ein Plus im Wachstum des Konzerns von 3,7 Prozent.

Analytiker hatten mehr erwartet

Während in der ersten Jahreshälfte das Wachstum des Konzerngeschäftes noch 5,7 Prozent betragen hatte, zeigen die Zahlen der zweiten Jahreshälfte doch einen deutlichen Rückgang im Umsatz. Branchenkundige Analytiker hatten trotz schwächelndem Geschäft einen Umsatz von rund 1,14 Milliarden Schweizer Franken erwartet. Der Konzern mit rund 8.500 Mitarbeitern weltweit ist Teil des Swiss Market Index (SMI).

Trotz schwächelnder und rückläufiger Umsatzzahlen bekräftigte Givaudan jedoch die vorliegende Prognose des Konzernwachstums in den nächsten fünf Jahren. Ziel von Givaudan ist es, pro Jahr ein organisches Wachstum von mindestens 4,5 Prozent aufzuweisen. Voraussetzung hierfür ist ein Wachstum des Marktes von jährlich mindestens zwei Prozent und dem Gewinn von Marktanteilen der Konkurrenten. Größte Konkurrenten auf dem Markt für Aromen und Riechstoffe sind weiterhin der deutsche Hersteller Symrise und der amerikanische Konzern International Flavors & Fragrances.

Wachsende Geschäftszweige

Bei näherer Analyse der Zahlen fällt auf, dass der Umsatz zwar niedriger ausgefallen ist, als erwartet, dass aber besonders im Bereich der Riechstoffe die Verkaufserlöse um drei Prozent gestiegen sind. Das wird vor allem auf die gestiegenen Verkaufszahlen von Luxusparfümerien und bei den Konsumgütern zurückgeführt und ist ein sehr positives Zeichen für den Konzern. Der Anstieg der Verkaufszahlen ist hauptsächlich auf den Aufschwung in den Schwellenländern zurück zu führen.

Insbesondere in den lateinamerikanischen Ländern hat der Umsatz eine Steigerung von fast acht Prozent erlebt. Dies ist begründet in dem starken Wirtschaftswachstum von Brasilien, Mexiko und Argentinien. Aber auch das Wachstum in Russland und Afrika hatte einen sehr positiven Effekt auf die aktuellen Umsatzzahlen. Bei einer Stärkung dieser Wachstumsmärkte wird Givaudan seine prognostizierten Umsatzzahlen in den nächsten fünf Jahren erreichen können.

Foto: © vjeran2001

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