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Grenzwert-Streit: Forscher fordern bessere Krisenreaktion

Die Debatte um Stickoxid-Grenzwerte treibt jetzt auch die Wissenschaftsorganisationen um. Als warnendes Beispiel für "die Reiz- und Reaktionsdynamiken populistischer Wissenschaft" sieht Julika Griem, Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), jene Diskussion, die vom Lungenarzt Dieter Köhler losgetreten wurde. Das berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". Der emeritierte Pneumologe hatte Ende Januar in einem Positionspapier behauptet, es gäbe "keine wissenschaftliche Begründung für die aktuellen Grenzwerte" bei Stickoxid und Feinstaub. Damit hatte er tagelang die Schlagzeilen beherrscht. Die angegriffenen Forscher reagierten sehr spät. Erst nach einer vollen Woche veröffentlichte das Helmholtz-Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt in München, das im Zentrum von Köhlers Kritik stand, auf seiner Homepage eine Stellungnahme. Griem fordert nun: In derartigen Fällen müssten Forscher schneller und deutlicher Stellung beziehen. "Das ist etwas, das wir aus dieser Episode lernen müssen", bestätigt der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler, der Wochenzeitung "Die Zeit". "Wir kommunizieren kontinuierlich über unsere Forschung und reagieren täglich auf zahlreiche Anfragen . In diesem Fall allerdings waren wir zu langsam, da müssen wir überlegen, wie wir schneller sprechfähig werden." Eine solche Krisenreaktionsfähigkeit brauche es heute auf vielen öffentlichkeitsrelevanten Gebieten, so Wiestler, "nicht nur beim Feinstaub, sondern auch beim Thema Klima". Foto: Luft-Messstation, über dts Nachrichtenagentur

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