Grippewelle im Zweijahresrhythmus

Grippewelle im Zweijahresrhythmus

Grippewelle im Zweijahresrhythmus
Laut dem Robert Koch Institut unterliegt die Heftigkeit der jährlichen Grippewelle einem Zweijahreszyklus. In der vergangenen Saison 2013/2014 wurden in Deutschland 780.000 Arztbesuche aufgrund von Grippeerkrankungen verzeichnet. Im Vergleich zur Saison 2012/2013 eine schwache Grippewelle, denn in diesem Zeitraum suchten mehr als 7 Millionen Menschen Arztpraxen auf. Im Winter 2014/2015 rechnet das Robert Koch Institut erneut mit einer starken Grippewelle.

Grippeschutz durch Impfung

Oktober und November waren die besten Monate, um sich durch die Impfung gegen Grippe schützen zu lassen. Doch zu spät ist es auch jetzt noch nicht. Die Wirkung der Grippeimpfung setzt nach zehn bis vierzehn Tagen ein. Empfohlen wird die Impfung besonders Menschen ab dem 60. Lebensjahr, chronisch Kranken, Risikopatienten, Schwangeren und medizinischem Personal. Je nach Risikogruppe stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung, die jedes Jahr in ihrer Zusammensetzung den epidemiologischen Eigenschaften der Grippeviren angepasst werden müssen. Die genaue Zusammensetzung wird von der WHO bestimmt. In dieser Saison weicht die Stammzusammensetzung nicht von der letztjährigen ab, dennoch ist eine Neuimpfung zum Schutz notwendig, da die Wirkung des Impfstoffs nachlässt. Der Schutz besteht selbst bei einer Impfung nicht zu 100 Prozent, doch wird das Risiko zu erkranken verringert. Erkrankt die geimpfte Person dennoch an Influenza, zeigt sich der Krankheitsverlauf schwächer als bei nicht geimpften Personen. Oft werden auch die Symptome fieberhafter Erkältung falsch erkannt und einer Grippe zugeschrieben. Gegen Erkältungen schützt die Grippeimpfung nicht. Wichtig ist, dass Personen zum Zeitpunkt der Impfung an keiner akuten Infektion oder fieberhaften Erkrankung leiden. Vorsicht ist auch bei Allergikern gegen Hühnereiweiß geboten, das im Impfstoff enthalten ist. In der diesjährigen Saison stehen jedoch auch Impfstoffe ohne Hühnereiweiß zur Verfügung.

Grippe und grippaler Infekt

Grippe oder Influenza wird durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen. Verursacher sind Influenzaviren der Orthomyxogruppe. Nach einer Ansteckung dauert es 1 bis maximal 5 Tage bis zum Ausbruch der Krankheit. Im Vergleich zum grippalen Infekt verläuft die Grippeerkrankung ernsthafter und ist nicht selten mit Komplikationen verbunden. Überstanden ist die Krankheit, die zumeist mit hohem Fieber und Gliederschmerzen einhergeht, nach rund 5 bis 8 Tagen. Neben einem starken Krankheits- und Mattigkeitsgefühl sowie Kopfschmerzen treten dieselben Symptome auf wie bei einem grippalen Infekt, also Halsschmerzen, Schnupfen und Husten. Nicht jede Grippe verläuft jedoch gleich. Impfung ist der beste Schutz, doch zeigen sich auch regelmäßiges Händewaschen und die Stärkung des Immunsystems durch Vitamine in Grippezeiten hilfreich. Auch der Gang in die Sauna sowie Spaziergänge bei jedem Wetter stärken die Abwehrkräfte. Sich beim Aufenthalt im Freien stets warm zu halten, ist dabei Regel Nummer Eins.

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