14 Meter Länge, bis zu 15 Tonnen Gewicht: Werkstücke in dieser Größenordnung lassen sich nicht auf jeder CNC-Maschine bearbeiten. Bei H.P. Kaysser gehört genau dieser Bereich seit Jahren zum Leistungsspektrum.
Das Unternehmen aus Leutenbach ist seit mehr als 75 Jahren in der Metallbearbeitung tätig, beschäftigt aktuell mehr als 450 Mitarbeiter und fertigt Bauteile für Unternehmen aus unterschiedlichen Industriebereichen an, wobei das Portfolio vom einzelnen Werkstück bis zu wiederkehrenden Serien reicht.
Fräsen, Drehen und Bohren nach Bauteilvorgabe
Zerspanung bedeutet zunächst nichts anderes, als Material gezielt von einem Werkstück abzutragen. So entsteht nach und nach die vorgesehene Form. Welche Methode dafür geeignet ist, hängt vom Bauteil ab. Je nach Bauteil können mehrere Verfahren innerhalb eines Fertigungsauftrags miteinander kombiniert werden.
Fräsen, Drehen und Bohren gehören zu den Verfahren, die im Unternehmen eingesetzt werden. Ausschlaggebend für die jeweilige Bearbeitung sind unter anderem Abmessungen, Form, Werkstoff und die technischen Vorgaben des Kunden.
Bei Großteilen beginnt die Arbeit mit der Planung
Bevor ein mehrere Meter langes Werkstück bearbeitet werden kann, muss feststehen, wie es auf der CNC-Maschine aufgenommen und gespannt wird. Das klingt zunächst nach einem Detail, ist bei Großteilen aber ein wesentlicher Teil der Vorbereitung.
Das Bauteil darf sich während der Bearbeitung nicht unkontrolliert bewegen, während gleichzeitig die Flächen erreichbar bleiben müssen, an denen die Werkzeuge später arbeiten sollen.
Auch das Verhalten des Materials spielt eine Rolle. Beim Fräsen und Drehen wirken Kräfte auf das Werkstück ein, die Wärme entstehen lassen. Bei großen Bauteilen können solche Einflüsse dazu führen, dass sich Maße oder Form während des Bearbeitungsprozesses verändern.
Die einzelnen Schritte werden daher im Vorfeld auf das Werkstück abgestimmt. Welche CNC-Anlage zum Einsatz kommt und welche Werkzeuge gewählt werden, richtet sich bei H.P. Kaysser nach dem konkreten Auftrag.
Moderne Maschinentechnik schafft dafür die nötigen Voraussetzungen. Sie allein genügt allerdings nicht. Vorbereitung, Bearbeitung und Kontrolle müssen ineinandergreifen, damit das Bauteil durch präzise Metallverarbeitung die geforderten Eigenschaften erhält.
Nicht jedes Großteil ist ein Einzelstück
Der Begriff Großteilebearbeitung lässt zunächst an Einzelanfertigungen denken. Tatsächlich fertigt H.P. Kaysser neben individuellen Komponenten auch wiederkehrende Bauteile und Serien in diesen Größen an.
Gerade beim ersten Werkstück wird der Fertigungsablauf genau abgestimmt. Dazu gehören unter anderem die Aufspannung, die Werkzeugwege und die vorgesehenen Prüfungen. Bei weiteren Bauteilen kommt es anschließend darauf an, diese Abläufe zuverlässig zu wiederholen. Maße und Qualität dürfen nicht nur beim ersten Teil stimmen, sondern müssen über die gesamte Serie innerhalb der vereinbarten Vorgaben bleiben.
Damit das gelingt, werden Maschinenparameter, Bearbeitungsschritte und Prüfergebnisse nachvollziehbar festgehalten. Abweichungen lassen sich so früh erkennen und Abläufe bei Bedarf anpassen.
Aus der zunächst für ein einzelnes Werkstück entwickelten Lösung entsteht auf diese Weise ein Fertigungsprozess, der sich auch für weitere Bauteile zuverlässig nutzen lässt.
Transparenz bei Bearbeitung und Messergebnissen
Bearbeitungsschritte und Messergebnisse werden für jedes Werkstück dokumentiert, wodurch der Fertigungsverlauf und auch die erreichten Qualitätswerte jederzeit nachvollziehbar bleiben. Das schafft Transparenz und erleichtert zugleich die zuverlässige Weiterverarbeitung beim Kunden.
Die Dokumentation bildet außerdem eine wichtige Grundlage für wiederkehrende Aufträge. Bereits festgelegte Bearbeitungsparameter und Prüfergebnisse können erneut herangezogen werden, wenn vergleichbare Bauteile gefertigt werden. Gleichzeitig lassen sich Abweichungen gezielt zurückverfolgen und bei Bedarf Anpassungen im Fertigungsablauf vornehmen.
Fertigung und Lieferung gehören zusammen
Mit dem letzten Arbeitsschritt auf der CNC-Maschine ist der Auftrag bei schweren Großteilen noch nicht abgeschlossen. Auch Lagerung und Transport müssen auf Gewicht und Abmessungen des Bauteils abgestimmt sein. Ein mehrere Tonnen schweres Werkstück lässt sich weder beliebig zwischenlagern noch ohne Weiteres an einen anderen Platz bewegen.
H.P. Kaysser stimmt die Bereitstellung deshalb auf Wunsch mit dem Produktionsablauf des Kunden ab. Möglich ist unter anderem eine Just-in-Sequence-Bereitstellung, wobei die Bauteile in genau der Reihenfolge angeliefert werden, in der sie in der anschließenden Produktion benötigt werden.
Vor allem bei größeren Baugruppen oder Anlagen kann das Platz und zusätzliche Lagerbewegungen sparen. Die Teile stehen zum vorgesehenen Zeitpunkt bereit und müssen nicht länger als nötig zwischengelagert werden.
Präzision endet nicht mit der Bearbeitung
Zur präzisen Zerspanung gehört bei H.P. Kaysser auch eine konsequente Qualitätskontrolle. Jedes Werkstück wird vor der Auslieferung darauf geprüft, ob Maße, Toleranzen und weitere technische Vorgaben innerhalb der vereinbarten Werte liegen.
Entsprechend eng sind Bearbeitung, Prüfung und Dokumentation bei H.P. Kaysser miteinander verzahnt. Werkstücke, die nicht den definierten Qualitätsanforderungen entsprechen, werden nicht freigegeben, sondern durchlaufen eine abschließende Nachbearbeitung.
Technik und Erfahrung für ungewöhnliche Dimensionen
Die Großteilezerspanung zeigt besonders deutlich, welche Anforderungen moderne Metallbearbeitung heute erfüllen muss. Neben leistungsfähigen Maschinen entscheiden auch Erfahrung, eingespielte Abläufe und ein genaues Verständnis für Werkstoff und Bauteil über die Qualität der gewünschten Komponenten.
Für Unternehmen, die bei komplexen Bauteilen auf eine präzise und verlässliche Umsetzung angewiesen sind, ist der CNC-Spezialist damit ein erfahrener Partner.

