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Gründer des Anonymisierungsnetzwerks Tor lehnt Smartphones ab

Roger Dingledine, Mitbegründer des Anonymisierungsnetzwerks Tor, will auch bei mobiler Kommunikation unabhängig und anonym bleiben. "Ich habe kein Smartphone", sagte er der "Heilbronner Stimme" (Samstagsausgabe). "Ich bin also nicht in diese Google- oder Apple-Welt eingesperrt." Im Internet nutze er ein ganzes Bündel verschiedener Suchmaschinen. "Google hat zwar eine gute Suchmaschine, doch es ist für Tor-Nutzer kaum möglich, mit Google zu arbeiten", erklärte er dem Blatt. "Oft bekommt man angezeigt, dass man für einen gefährlichen Nutzer gehalten wird. Google denkt nicht an Nutzer, die vorsichtig mit ihren Daten sein wollen." Mit anderen Suchmaschinen funktioniere es über Tor bestens. Dass Tor oft mit Kriminalität im Darknet gleichgesetzt werde, verurteilt er. "Wir schreiben bloß Software, die gut und leicht und sicher zu nutzen sein soll", sagte er dem Blatt. "Und dann machen einige Redakteure Fernsehsendungen über Hacker mit Kapuzenpullis in dunklen Räumen, viele sehen das - es ist schwer, diese mediale Wirkung wieder aufzuheben, den Menschen zu sagen, worum es bei Tor wirklich geht. Diese Medien verdienen viel Geld, indem sie den Menschen Angst vor dem Internet machen. Wir versuchen bloß, Sicherheitswerkzeuge herzustellen, die einfach zu benutzen sind. Das sind sehr verschiedene Welten." Auf mutmaßliche Darknet-Seiten, deren Adresse mit "onion" endet, griffen von bis zu acht Millionen Tor-Nutzern täglich nur etwa 3,5 Prozent zu, berichtete er. Und nur wenige dieser Seiten seien wohl kriminell - die meistgenutzte Onion-Seite sei jene von Facebook. Dingledine hat mit Gleichgesinnten seit dem Jahr 2000 die Tor-Software entwickelt und war von 2006 bis 2016 einer der Chefs der Non-Profit-Organisation Tor Project. Er ist nach wie vor einer der technischen Leiter. Foto: Geschäftsfrauen mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur

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