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Grüne sehen Kramp-Karrenbauers Syrien-Vorstoß skeptisch

Die Grünen sehen den Vorstoß von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zur Einrichtung einer Sicherheitszone in Nordsyrien skeptisch, lehnen ihn aber nicht ab. "Einerseits können uns die Menschen in Nordsyrien nicht egal sein", sagte Tobias Lindner, verteidigungspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, der "Welt" (Mittwochsausgabe). Andererseits müsse die Frage gestellt werden, wie realistisch dieser Vorschlag sei. Kramp-Karrenbauer wäre schon "ein Chuck Norris der Außenpolitik, wenn sie es hinbekäme, Russland und Erdogan und die Europäer hier auf eine Linie zu bringen", so der Grünen-Politiker weiter. Gleichwohl könne er es "nachvollziehen, dass sie immerhin einen Vorschlag gemacht hat für eine deutsche Beteiligung an einer UN-Friedensmission. Jetzt muss sie aber auch liefern und erklären, was sie sich genau vorstellt und welchen Beitrag Deutschland aus ihrer Sicht leisten kann und leisten soll", sagte Lindner der "Welt". Bei der Verteidigungsministerin habe es "zwischendurch" so geklungen, "als könne die Bundeswehr ein paar Aufklärungstornados dort fliegen lassen, aber wenn Deutschland selbst die Initiative ergreift, wird es nicht ohne Bodentruppen gehen", so der Grünen-Politiker weiter. AfD-Verteidigungspolitiker Rüdiger Lucassen sagte, seine Fraktion begrüße den Vorstoß der Ministerin. Zur Umsetzung müsse aber allein Deutschland mindestens 7.500 Soldaten nach Syrien schicken. Das gehe nur, wenn sich Berlin von anderen "kräftezehrenden Einsätzen" verabschiede, etwa im Irak oder in Mali, so der AfD-Politiker weiter. Foto: Grünen-Parteitag, über dts Nachrichtenagentur  

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