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Grundlagen für erfolgreiches E-Mail-Marketing

Trotz der allgemeinen Verärgerung über unerwünschte Werbung ist E-Mail-Marketing als eine der ursprünglichsten Formen des Online-Marketings eine nach wie vor effektive Möglichkeit für Unternehmen, auf potenzielle Kunden zuzugehen. Zielgruppen lassen sich auf diese Weise gezielt ansprechen, die Versandkosten sind äußerst gering, die Versandgeschwindigkeit sehr hoch und die Gestaltungsmöglichkeiten unendlich.

E-Mail-Marketing ist kein Selbstläufer, der sich mal eben nebenbei betreiben lässt. Es erfordert viel Aufmerksamkeit, entsprechendes Fachwissen und den Willen, sich stetig weiterzuentwickeln und dazuzulernen. Die richtige Strategie und ein geeignetes Konzept sind dabei ebenso wichtig wie professionelles und seriöses Agieren. Ob eine E-Mail-Marketing-Kampagne Erfolg hat hängt dabei im wesentlichen von der richtigen Strategie und einem geeigneten Konzept ab. Für den Leser sind letztendlich nur die Nachrichten relevant, die sich nachweislich als aktuell erweisen und einen Mehrwert wie beispielsweise exklusive Inhalte bieten. Diese Maßnahmen sind werden schlussendlich von Erfolg gekrönt.

E-Mail Newsletter

Dann gibt es noch den Newsletter-Versand. Der Unterschied zu normalen E-Mailings ist hierbei, dass der Newsletter in regelmäßigen Abständen an einen bestimmten Kundenstamm versandt wird. Dies kann wöchentlich oder monatlich geschehen. Mithilfe eines Newsletters gibt das Unternehmen einen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse oder auch bevorstehende Events, die für die Kunden relevant sind. Newsletter erweisen sich für die Kommunikation mit Interessenten und potentiellen Kunden als deutlich preiswerter und kurzfristiger umsetzbar als klassische Marketing-Methoden. Zudem ist die Wirksamkeit einer solchen Kampagne präzise messbar. Hyperlinks oder verlinkte Bilder können die Abonnenten zusätzlich auf die entsprechende Landing-Page des Unternehmens weiterleiten und so für ausreichende Call-to-Action sorgen.

Gesetzeslage beachten

Der juristische Kontext für E-Mail-Marketing ist klar festgesetzt. Der Adressat muss dem Empfang der Werbemails nachweislich zugestimmt haben. Zudem müssen die Nachrichten eindeutig als Werbung erkennbar sein. E-Mail-Werbung, die „einen Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt“, ist im Rahmen des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb generell verboten. Der Versand an Verbraucher ist nur dann erlaubt, wenn zwischen diesen und dem Unternehmen eine Kundenbeziehung besteht. Alles andere gilt als Spammails. Zudem dürfen in der E-Mail ausschließlich eigene Angebote promotet werden, die sich zusätzlich auf zuvor durch den Kunden getätigte Bestellungen beziehen.

E-Mails ansprechend gestalten

Genauso wichtig wie der Inhalt von Newslettern ist auch die äußere Form. Es ist wichtig, sich möglichst kurz zu fassen und die Kernbotschaft schnell auf den Punkt zu bringen. Der Leser sollte nicht durch einen unübersichtliche Gestaltung und zu viele Informationen auf einmal verwirrt werden. Schaltflächen und Handlungsaufforderungen (Call-to-Actions) gehören deutlich hervorgehoben und sinnvoll platziert. Ausgefallene Schriftfarben und Schriftgrößen sollten nur dezent als bewusstes Stilmittel eingesetzt werden und der Text stets in gutem Kontrast zum Hintergrund stehen. Die E-Mails sollten grundsätzlich zum Corporate Design der Unternehmens-Webseite passen. Im digitalen Zeitalter sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Darstellung der Newsletter auch für mobile Endgeräte optimiert wird. Ein P.S. (ein Postskriptum) innerhalb oder unterhalb der E-Mail wird dagegen nur unterdurchschnittlich beachtet.

Nachteile von E-Mail- Marketing

Wie jede Marketingdisziplin hat auch das E-Mail-Marketing seine Nachteile. Kunden und Nutzer werden langsam „blind“ für E-Mails, da immer mehr Unternehmen anfangen, diesen Kanal zu nutzen. Wer am Tag 5 - 10 Newsletter erhält, der wird sich wahrscheinlich nicht die Zeit nehmen alle Inhalte durchzulesen, sondern diese E-Mails ungelesen löschen. Natürlich sorgen auch die Spam-Blocker dafür, dass Newsletter gar nicht erst das Postfach erreichen können. Auch veraltete Datenbanken sind ein weiterer Problemfaktor, denn wer nicht in der Lage ist einen Newsletter zu personalisieren, der wird feststellen, dass dieser sehr erfolglos ist. Führt die E-Mail Adresse ins Leere, oder gehört diese Person gar nicht der eigentlichen Zielgruppe an, dann wird dieser Newsletter gar nicht erst gelesen. Nichtsdestotrotz überwiegen jedoch die Vorteile wie Kostengünstigkeit, große Reichweite, messbarer Erfolg, Einfachheit etc. um ein weites die Nachteile. Ein gut gemachter Newsletter ist heute einer der wirkungsvollsten Arten Kunden oder Interessenten anzusprechen.

Fehler, die unbedingt zu vermeiden sind

Beim E-Mail-Marketing gilt es, unten stehende Fehler zu vermeiden. Wichtige Tipps für ein gelungenes E-Mail-Marketing findest Du am Schluss des Beitrags:
  1. Unbedingt eine Einwilligung einholen. Es gibt zwar die Möglichkeiten, auch ohne extra Einwilligung Newsletter an Bestandskunden zu versenden, aber die Regeln dafür sind sehr streng. Lieber auf Nummer Sicher gehen.
  2. Undefinierte oder nichtssagende Betreffzeilen werden normalerweise nicht geöffnet, sondern landen sofort im Papierkorb.
  3. Wer zu selten etwas von sich hören lässt und nur alle Jubeljahre einen Newsletter versendet, der bleibt den Kunden nicht im Gedächtnis.
  4. Newsletter nicht für mobile Endgeräte optimieren. Im digitalen Zeitalter ein absolutes No-Go.
  5. Eine Adresszeile, aus der der Absender nicht hervorgeht geht ebensowenig.
  6. Ebenfalls tabu sind Newsletter ohne Impressum oder Kontaktdaten.
  7. Plumpe Werbebotschaften, lange Textblöcke, zu viel Informationen, unleserliche Schriftarten, wahllos eingefügte Bilder und eine unübersichtliche Struktur bereiten den Kunden eher Ärger, als dass sie zum Lesen animieren. Also lieber Finger weg davon.
  8. Sehr ärgerlich sind auch große Anhänge oder Bilddateien, die lange zum Laden brauchen.
  9. Unterschätzt wird auch oft der Aspekt „Timing“. Zu Stoßzeiten oder an Wochenenden sollten keine Newsletter versandt werden.
  10. Vermeiden Sie reine Werbe-Mails. In den meisten Fällen wollen die Abonnenten nützliche Informationen, Tipps, Hilfen und Anregungen. Zu viel Werbung führt meist zu vielen Abmeldungen.

Beispiel: E-Mail-Marketing Tool von GetResponse

Für den perfekten Auftritt können Unternehmen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Firmen wie GetResponse bieten Tools an, die E-Mail-Marketing spielend einfach machen. Newsletter-Layouts lassen sich mittels Test-Modulen in populären E-Mail-Clients wie Yahoo!, Gmail, Hotmail und Outlook überprüfen. Neben den Standard-Features bietet GetResponse viele Profi-Tools wie etwa A/B-Tests. Damit können Nutzer einzelne Elemente ihrer Nachrichten - etwa Betreffzeile, Absender, Sendedatum und -zeitpunkt - testen und optimieren. Zahlreiche Integrationsmöglichkeiten mit populären Online-Diensten wie Facebook, WordPress, Joomla und PayPal sind ebenso verfügbar wie mobile Apps für iOS und Android.

Trotz der Qual der überquellenden Postfächer, scheint ein erfolgreicher Versand von Werbe-Mails immer noch möglich zu sein. Immerhin tätigt ein signifikanter Teil der Empfänger offensichtlich Käufe aufgrund von Newslettern. In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls von Bedeutung, dass viele Kunden erwarten, brauchbare Informationen aus Newslettern zu erhalten; wenn auch unter Umständen nur über interessante Produkte. Diese Erwartungen zielgerichtet zu erfüllen ist die Hauptaufgabe des Email-Marketings. Denn nur wenn dann unterscheiden sich Werbe-Mails von nervigem Spam.

Tipps für ein gelungenes E-Mail-Marketing

Zusammenfassend hier noch einmal die wichtigsten Tipps:
  1. Senden Sie keine E-Mails an Empfänger, von denen man kein Einverständnis vorliegen hat
  2. Der Absender sollte deutlich erkennbar sein
  3. Die Betreffzeile sollte so gewählt werden, dass das Thema der E-Mail auf einen Blick erkennbar ist.
  4. Sprechen Sie den Empfänger namentlich an. Durch Personalisierung wird der Eindruck erweckt, dass es sich nicht um eine Massen-Email handelt, sondern speziell an diesen Kunden gesandt wurde.
  5. Reduzieren Sie den Inhalt der E-Mail auf das Wesentliche und kommen Sie zügig auf den Punkt.
  6. Jeder Newsletter sollte eine Abmeldemöglichkeit enthalten, die für den Empfänger leicht zu nutzen ist.
  7. Enthaltene Links sollten vorher auf ihre Funktionalität getestet werden.
  8. Größere Anhänge können oft nicht empfangen werden. Verlinken Sie daher lieber auf Dateien, statt große Anhänge anzufügen.
  9. Auch die Nachbereitung ist wichtig: Messen und analysieren Sie deshalb nachfolgende Reaktionen auf Ihr E-Mailing.
  10. Leiten Sie aus dem Newsletter direkt auf Ihre Firmen-Homepage, auf Ihr Social Media Profil oder Ihren Onlineshop. Dort können Sie weitere Informationen bieten oder Ihre Kunden zum Kauf animieren.

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