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Gülen-nahe Vereine werfen Erdogan-Regierung Entführungen vor

Mehrere internationale Menschenrechtsgruppen und nichtstaatliche Organisationen mit Nähe zur Gülen-Bewegung werfen der Türkei im Rahmen der Universal Periodic Review der Vereinten Nationen schwere Menschenrechtsverletzungen vor. "Obwohl es gegen das internationale Recht verstößt, hat Erdogans langer Arm auch Europa erreicht und es wurde versucht, Leute zu entführen", heißt es in einem Bericht der Gülen-nahen Schweizer Stiftung für Erziehung, Ausbildung und Integration (SERA) an den UN-Menschenrechtsrat, über welchen die "Welt" berichtet. Die Organisation listet in dem Schreiben demnach 31 erfolgreiche Entführungen von Personen im Ausland durch das "Erdogan-geführte Regime" auf. Demnach seien Menschen aus Malaysia, Pakistan, Kasachstan, dem Kosovo, Moldawien, Aserbaidschan, Ukraine, Gabun und Myanmar von der türkischen Regierung entführt worden. Ein weiterer Versuch in der Mongolei sei von der mongolischen Polizei im Juli 2018 verhindert worden. Im Zuge des Prüfverfahrens kontrollieren Mitgliedsstaaten turnusmäßig gegenseitig die Einhaltung der Menschenrechte, die Überprüfung der Türkei findet ab Januar 2020 statt. Laut Informationen der "Welt" sind für diesen Überprüfungszyklus deutlich mehr Berichte eingegangen, als für das letzte Verfahren im Jahr 2015. Unter den Menschenrechtsorganisationen, die Berichte an die UN gesendet haben, ist auch der 2018 in Köln von einem ehemaligen türkischen Diplomaten gegründete Verein Human Rights Defenders (HRD). In einem gemeinsamen Bericht mit der Stiftung Dialog und Bildung, der deutschen Vertretung der Gülen-Bewegung, heißt es: "Jeder, der Erdogan kritisiert, ist potenziell in Gefahr, von der Justiz ruhiggestellt oder inhaftiert zu werden. Jede Form der Opposition führt zur Anklage der Terrorunterstützung." Das betreffe neben den Anhängern des islamischen Predigers Fethullah Gülen, die von der Regierung für den Putschversuch 2016 verantwortlich gemacht werden, vor allem die prokurdische Bewegung. Foto: Recep Tayyip Erdogan, über dts Nachrichtenagentur  

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