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Habeck will im Osten soziale Ungleichheit zum Thema machen

Der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck will in den Landtagswahlkämpfen in Ostdeutschland ganz auf das Thema soziale Ungleichheit setzen. "Die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen sind für alle demokratischen Parteien eine Riesen-Herausforderung", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben). "Eine große Aufgabe wird es sein, die Gesellschaft zusammenzuführen. Wenn es uns gelingt, die zentralen Fragen des Zusammenhaltes in den Mittelpunkt zu stellen, dann haben wir eine Chance, das fortzusetzen, was wir in 2018 aufgebaut haben." Man müsse die Frage der Lebensverhältnisse im ländlichen Raum und die Überwindung des Abgehängt-Seins in bestimmten Regionen zur Sprache bringen, so Habeck. "Genauso gilt es, die Frage von sozialer Ungleichheit anzugehen", sagte der Parteivorsitzende. "Im Osten leben 20 Prozent der Gesamtbevölkerung, aber rund 60 Prozent derjenigen, die dauerhaft arm sind", betonte der Grüne. "Im Westen wohnen dafür 95 Prozent der dauerhaft Reichen." Um dem zu begegnen, "brauchen wir neue politische Antworten, die die deutsch-deutsche Teilung nicht befördern und gleichzeitig vor allem dem Versprechen der gleichwertigen Lebensverhältnisse neues Leben einhauchen". Dazu gehöre der Vorschlag, jedem, der sich selbständig mache, ein Wagniskapital von 25.000 Euro zu geben. "Da es in Ostdeutschland weit weniger Menschen gibt, die Erbschaften erwarten, hilft er dort besonders", sagte Habeck dem RND. Foto: Bettler, über dts Nachrichtenagentur

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