Issa al Hasan (26) steht im Verdacht, in Solingen drei Menschen getötet und acht weitere schwer verletzt zu haben. Mit einem Messer soll er auf unschuldige Passanten eingestochen haben. Die Tat ereignete sich am 16. Juni in der Innenstadt von Solingen, als der Beschuldigte ohne erkennbaren Grund mehrere Personen attackierte. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen noch am Tatort festnehmen.
Haftbefehl und Überstellung nach Karlsruhe
Nun hat ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) Haftbefehl gegen den syrischen Staatsbürger erlassen – wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie wegen Mordes. Am Sonntag wurde der mutmaßliche Täter von Solingen nach Karlsruhe zum BGH geflogen. Der Hubschrauber landete gegen 13:30 Uhr am Polizeirevier Karlsruhe-West, wo er von Spezialkräften in Empfang genommen wurde. Barfuß führten sie ihn vom Hubschrauber zu einem bereitstehenden Fahrzeugkonvoi, der ihn zum Bundesgerichtshof brachte. Die Bundesanwaltschaft hatte am selben Tag den Haftbefehl gegen Issa al Hasan beantragt.
Ermittlungen und Vorwürfe
Die Ermittlungen zu dem Anschlag in Solingen laufen auf Hochtouren. Neben dem Verdacht des Mordes und der versuchten Tötung von mehreren Personen, wird dem Beschuldigten auch eine Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft geht von einem islamistisch motivierten Hintergrund der Tat aus und hat daher die Ermittlungen an sich gezogen. Issa al Hasan soll sich in den vergangenen Jahren radikalisiert und engen Kontakt zu Anhängern des IS gehabt haben.
