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Hamburger Datenschützer hält Sprachassistenten für problematisch

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat vor Risiken für die Datensicherheit bei der Nutzung von Sprachassistenten wie Amazons "Alexa" oder "Siri" von Apple gewarnt. Nicht nur das "menschliche Transkribieren" der Sprachaufnahmen sei "besonderen Missbrauchsanfälligkeiten" ausgesetzt, sagte Caspar dem "Handelsblatt". "Auch das Betreiben von Sprachassistenzsystemen ist aus technisch-organisatorischen Gründen problematisch", so der Hamburger Datenschutzbeauftragte weiter. Dazu zählten insbesondere Fehlaktivierungen. "Aber auch die Steuerung durch jede dritte Person, die in Mikrofonreichweite ist, kann ein Problem sein", sagte Caspar. Er riet zu einem Stimmprofil, um die Zugriffskontrolle abzusichern. Allerdings könnten Befehle an Sprachassistenzsysteme in Frequenzen versteckt werden, die für das menschliche Ohr nicht hörbar seien. "Durch Ultraschallfrequenzen können Systeme so unbemerkt gesteuert werden", so der Datenschützer. Dessen ungeachtet begrüßte er, dass Apple als erster Anbieter von Sprachassistenten angekündigt hat, die Nutzer ausdrücklich um eine Erlaubnis zum nachträglichen Anhören von Mitschnitten durch Mitarbeiter zu fragen. "Der Schlüssel zu einer zulässigen menschlichen Auswertung von Sprachaufnahmen führt über die Einwilligung der Betroffenen", sagte er. Diese müsse informiert erfolgen. "Das setzt eine transparente Aufklärung gerade auch über die Fehlaktivierungen voraus", so der Hamburger Datenschutzbeauftragte weiter. Schließlich sei auch der Schutz von dritten Personen im Funktionsbereich von Sprachassistenzsystemen zu berücksichtigen. "Es müssen insoweit Industriestandards für den Datenschutz bei Sprachassistenzsystemen entwickelt werden", sagte Caspar dem "Handelsblatt". Hier komme den "Aufsichtsbehörden für den Datenschutz eine wichtige Rolle zu". Foto: Hamburgische Bürgerschaft, über dts Nachrichtenagentur  

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