Schriftsteller Heinz Strunk steht einer Cannabis-Legalisierung skeptisch gegenüber. „Mit 18 Jahren hat mich das Kiffen wirklich in eine schwere Schieflage gebracht, und das dann über Jahre“, sagte Strunk der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Seine Erkrankung bezeichnet Strunk als „Cannabis-Psychose“.
Eine Legalisierung sehe er schon deshalb kritisch, „weil der THC-Anteil der heutigen Züchtungen nicht mehr mit den 70ern vergleichbar ist. Hasch ist heute viel stärker“, sagte Strunk. „Ich habe die Folgen bei Kindern von Freunden beobachtet. Zwei sind richtig abgeschmiert, einer noch viel schlimmer als ich damals. Der ist jetzt dreißig und seit zehn Jahren fertig mit dem Leben.“
Für ein „profundes Urteil“ fehlten ihm Informationen, aber toll finde er eine Cannabis-Legalisierung nicht.
Die Symptome seiner Erkrankung als 18-Jähriger beschrieb er so: „Ich hatte das Gefühl, verrückt geworden zu sein. Vielleicht 24 Stunden war ich richtig weggetreten; danach blieben mir stärkste Ängste, die mich über Jahre begleitet haben. Das wirkt bis heute nach.“
Aufgrund dieser Erfahrung hat Strunk seitdem nie wieder Cannabis konsumiert. Er glaubt, dass die Legalisierung von Cannabis dazu führen könnte, dass mehr junge Menschen damit in Berührung kommen, was zu schweren psychischen Problemen, Sucht und anderen negativen Folgen führen könnte. Er ermutigt die Menschen, sich vor den möglichen Nebenwirkungen von Cannabis in Acht zu nehmen und sich der Risiken bewusst zu sein, bevor sie es konsumieren.
(dts Nachrichtenagentur)
Foto: Heinz Strunk (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

