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High-Tech Roboter – Europa hat die höchste Roboterdichte

In der Automobilproduktion kamen High-Tech Roboter bereits 1962 zum Einsatz, und zwar bei General Motors. In den 1970er Jahren folgen andere Automobilhersteller dem Vorbild von GM, womit Robotersysteme flächendeckend eingesetzt wurden. Doch der Siegeszug der Roboter ist noch lange nicht am Ende und schreitet immer weiter voran " insbesondere durch die Industrie 4.0. Durch diese wird die Entwicklung der Robotik immer weiter vorangetrieben.

Geht es um die Führung beim Einsatz von Industrierobotern, dann ist Europa in der Führungsposition. Eine Prognose des Welt-Roboter-Reports 2019 geht davon aus, dass bis 2022 weltweit rund 4 Mio. Industrieroboter im Einsatz sein werden. In Hinsicht auf die Automation ist der weltweite Wettlauf voll im Gange. Allein 2019 wurden 422.000 Einheiten ausgeliefert, das bedeutet einen Anstieg von 6% im Vergleich zu 2018. Trotz des Handelsstreits zwischen den USA und China und der sich damit eintrübenden Weltkonjunktur soll dieser Trend weiter bestehen bleiben. Der IFR rechnet bis 2022 mit 584.000 verkaufen Einheiten.

Die Hersteller verkauften zuletzt Produkte im Wert von 16,5 Milliarden US-Dollar und stellten dabei einen Rekord nach dem anderen auf. Es gab noch nie ein Jahr, in dem mehr als 400.000 Robotereinheiten verkauft wurden und so viel Geld umgesetzt wurde. Und das im Hinblick darauf, dass die Hauptabnehmer für Roboter wie bspw. Schweißroboter (Automobilindustrie und Elektronik/Elektrotechnik) ein schwieriges Jahr hinter sich hatten. Für 74% des Umsatzes mit Industrierobotern sind die wichtigsten fünf Märkte verantwortlich. Sie haben 2018 Roboter wie folgt in ihren Produktionsstätten installiert:


  • China / 39.351 Einheiten

  • Japan / 17.346 Einheiten

  • Deutschland / 15.673 Einheiten

  • USA / 15.246 Einheiten

  • Südkorea / 11.034 Einheiten


Der Robotermarkt in der EU und in Deutschland


Auf 10.000 Beschäftigte kamen 2018 in Deutschland 228 Industrieroboter wie bspw. Schweißroboter und nimmt damit den dritten Rang weltweit ein. Die Zahl der verkauften Roboter hat sich zuletzt auf 27.000 Einheiten erhöht, was einem Plus von 26% im Vergleich zu 2017 entspricht. Mehr Roboter sind nur noch in Singapur und Südkorea im Einsatz. Japan, Schweden, Dänemark, Taiwan und die USA folgen den deutschen Unternehmen. Die Europäische Union belegt den klaren Spitzenrang in der Rangliste mit durchschnittlich 114 Robotern pro 10.000 Beschäftigen. Damit liegt die EU deutlich über dem globalen Durchschnitt von 99.

Besonders auf die Automobilindustrie ist die hohe Roboterdichte zurückzuführen. Knapp ein Drittel aller Industrieroboter entfällt auf sie weltweit. Diesem Trend haben sich die Zulieferer allerdings weniger schnell angeschlossen - aber auch dort hält die Automatisierung Einzug. Der Grund ist, dass die Roboter immer kleiner werden, aber zugleich auch immer flexibler werden und einfacher zu programmieren sind. Auch die Kosten fuer die Roboter fallen immer weiter. Darunter fallen die Schweißroboter für die Industrie ebenso wie andere High-Tech Roboter.

Der große Plan Chinas in Bezug auf Industrieroboter


Bei den Industrierobotern ist China der führende Absatzmarkt. 2018 wurden dort 154.000 Einheiten verkauft und das macht 36% der weltweiten Anschaffungen aus. Damit bezieht China weitaus mehr Roboter als Amerika und Europa zusammen. Im Vergleich zu 2017 wurde das Niveau gehalten, wobei die Summe der Investitionen stieg. 2018 investierten die chinesischen Unternehmen rund 5,4 Milliarden US-Dollar für neue Industrieroboter und das ist ein Plus im Vergleich zu 2017 von 21%.

Im übrigen: Der größte Teil der Industrieroboter wird importiert bzw. von ausländischen Unternehmen, die innerhalb Chinas produzieren verkauft. Zwar ist der Inlandsmarktanteil der chinesischen Roboterhersteller gestiegen, aber liegt noch immer bei schwachen 27%.

Asien: Nicht nur Nutzern, sondern auch Produzenten von Industrierobotern


Die Roboterdichte liegt in Asien bei rund 91 Einheiten, die auf 10.000 Beschäftigte kommen. Damit liegen die Asiaten gerade einmal knapp unter dem europäischen Durchschnitt. Spitzenreiter sind Südkorea und Singapur, die ihre Roboterdichte immer weiter ausbauen. So wird die Nachfrage in Singapur (831 Roboter auf 10.000 Beschäftigte) durch die Elektro- und Elektronikindustrie angekurbelt ebenso wie durch die Automobilindustrie. Allerdings ist die Nachfrage nach Elektronikprodukten, wie Chips, Displays und Batterien gesunken. Zurückgeführt wird dies von der IFR auf die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, da sich dies auf den Konsumentenbereich besonders stark auswirkt. Doch die Auswirkungen sind nicht so stark, dass die Unternehmen schmerzhafte Einbußen hinnehmen müssen. Anzumerken ist hier, dass Roboter sehr kleine Teile bearbeiten können und das mit einer hohen Geschwindigkeit sowie Präzision. Somit ist es den Elektronikherstellern möglich, ihre Qualität zu sichern und zugleich die Produktionskosten zu optimieren.

Auch Südkorea ist eine Heimat der großen Industrien " Elektronik sowie Automobilindustrie. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Einsatz der Industrieroboter auch dort auf einem hohen Niveau liegt. Allerdings ist der größte Hersteller von Industrierobotern Japan. Von dort kommt jeder zweite Industrieroboter.

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