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Hilfe – mein Kind ist hochbegabt !

Im Grunde weist jedes Kind eine besondere Begabung auf – während das eine Kind besonders gut zeichnen kann, stellt sich das andere sehr geschickt in der Theatergruppe dar und das dritte ist äußerst musikalisch und lernt das Pianospiel praktisch im Schlaf. Doch es gibt Kinder, die Talente aufweisen, die weit über dem Durchschnitt liegen. Für Eltern und Lehrer ist es oft nicht einfach, diese Hochbegabung zu erkennen und entsprechend zu fördern.

Hochbegabt aber bitte ohne Sonderstatus

Bereits im Kindergarten jonglieren manche Kinder mit Buchstaben und Zahlen – Spiele wie Mensch-ärgere-dich-nicht oder verstecken finden sie zu einfach. Der Grund für einen solchen Entwicklungsvorsprung kann eine überdurchschnittlich hohe intellektuelle Begabung sein. Eine solche liegt vor, ab einem IQ von 130. Dieser Wert wird allerdings nur von rund 2,2% der Deutschen erreicht. Der normale Intelligenzwert liegt zwischen 85 und 100.

Mit einem IQ Test wird nachgewiesen, wie es um die Fähigkeit, komplex zu denken oder das Wissen schnell zu verknüpfen bestellt ist. Doch dieser Test sagt noch nichts über die spezielle Begabung des Kindes aus. Beispielsweise kann es sein, dass das Kind den gleichaltrigen im mathematisch-logischen Denken weit voraus ist oder im sprachlichen oder im musischen Bereich ein auffallendes Talent aufweist.

Doch auch ein Gesamt-IQ-Wert gibt keinen Hinweis darauf, in welchem Bereich das Kind besonders begabt ist. Aufschluss darüber geben nur die Unterskalen eines IQ-Tests. Forscher vermuten, dass sowohl eine genetische Disposition, als auch soziale Einflüsse für die Ausprägung einer besonderen Begabung eine Rolle spielen.

Die Hochbegabung frühzeitig erkennen

Eine Hochbegabung beginnt nicht erst in der Schule, sondern es dauert oft etliche Jahre, bis ein hochbegabtes Kind als solches erkannt wird.

Der Grund ist, dass Eltern oftmals unsicher sind und nur über wenig Vergleichsmöglichkeiten verfügen. Zudem scheuen sie sich über die Vermutung zu sprechen. Selbst für die Erzieher und Lehrer ist es nicht leicht, eine Hochbegabung zu erkennen und eine Grenze zu ziehen zwischen den normalen Entwicklungsschwankungen bei normal intelligenten und den hochbegabten Kindern.

Fachleute kennen die typischen Anzeichen einer Hochbegabung. Die kleinen Schnelldenker langweilen sich bereits im Kindergarten, sie finden manche Spiele „doof“ und machen auf sich aufmerksam in dem sie „stören“. In der Grundschule fühlen sich hochbegabte Kinder häufig unterfordert und werden oftmals als Streber und Besserwisser abgetan. Die Folge ist, dass sie dann sogar trotz hoher Intelligenz unerklärlich schwache Leistungen bringen. Hochbegabte Kinder haben häufig auch ein geringes Schlafbedürfnis und einen wachen und aufmerksamen Blick auf die Welt.

Kinder die hochbegabt sind, grenzen sich selbst im familiären Umfeld vom Verhalten Gleichaltriger ab. Es kann vorkommen, dass es zu Verhaltensauffälligkeiten kommt, die auf eine Unterforderung hinweisen können, wie Christian Fischer vom internationalen Zentrum für Begabungsforschung an der Universität Münster erklärt. Das hochbegabte Kind sticht außerdem in seinem sozialen Umfeld hervor, da es sich selbst und anderen gegenüber häufig sehr kritisch und perfektionistisch eingestellt ist.

Und dazu kommt, dass diese Kinder zwar ihrem Alter entsprechend reagieren, obwohl sie intellektuell um Jahre voraus sind.

Die Förderung innerhalb der Familie

Eltern, die feine Antennen für die Bedürfnisse ihres Kindes haben, werden eventuell schon intuitiv auf den Wissensdurst reagieren und entsprechend außerhalb von Schule, Hort oder Kindergarten diesen mit den passenden Angeboten unterstützen. Spätestens dann, wenn sich die Hochbegabung bestätigt, sollten die Eltern die Hochbegabung fördern und das vor allem gezielt. Ein Kind, das über überaus logisch denkt, ist vielleicht in einem Schachclub oder in einem Experimentierkurs gut aufgehoben, während ein Kind das sprachlich talentiert ist, möglicherweise in einem Theaterverein gut aufgehoben ist.

Hochbegabte Kinder sind stetig auf der Suche nach neuen Ideen und Lösungen. In diesem Fall ist es durchaus verständlich, wenn Eltern nicht immer die passende Antwort parat haben. Fühlen sich Eltern mit den oftmals speziellen Themen zugehörigen Fragen überfordert, dann ist es durchaus hilfreich, dem Kind Zugang zu einer Bibliothek zu ermöglichen oder zu Fachzeitschriften.

Auf jeden Fall ist es wichtig, dass die Eltern mit dem Kind über dessen Hochbegabung reden und das ohne die Nachteile auszuklammern. Eine Hilfe kann es sein, das Kind mit anderen hochbegabten Kindern zusammenzubringen. Während die Kinder sich auf ihrem Themenfeld austoben, können sich die Eltern austauschen und Strategien besprechen in Bezug auf den Alltag und die Lernumgebung.

Hochbegabte Kinder brauchen dasselbe wie alle Kinder

Durch einen standardisierten IQ Test für Kinder sowie einem ausführlichen Gespräch finden die Experten heraus, ob es sich um ein hochbegabtes Kind handelt oder nicht. Fällt das Ergebnis positiv aus, das muss das Kind gefördert und gefordert werden. In diesem Fall zerbrechen sich Eltern oft den Kopf darüber, was damit gemeint ist. Im Grunde benötigen diese Kinder dasselbe wie alle anderen Kinder: Aufmerksamkeit und genügend Zuwendung, sowie ein offenes Ohr für deren Bedürfnisse und Lernanreize, die es ihnen ermöglicht, ihre Fähigkeiten entwickeln zu können. Das was zählt ist der Entwicklungsstand. Möchte ein Kind bereits früh lesen, schreiben oder rechnen, dann sollte man es ihm ermöglichen.

Eltern die nicht wissen, wo die Grenze zu ziehen ist, finden Hilfe bei den Hochbegabten-Beratungsstellen. Die Fachkräfte verfügen über einen großen Erfahrungsschatz und über die Expertise, um für die kleinen Genies geeignete Lernanreize zu finden.

Eines dieser Beratungszentren mit erfahrenen und ausgebildeten Pädagogen ist das Begabtenzentrum Grevenbroich unter Leitung der Begabtenpädagogin Diana Haese. Das Begabtenzentrum verfügt über ein Team von mehr als 10 hochrangigen Pädagogen und Psychologen, alle mit besonderer Expertise bei der Diagnose und Förderung von Hochbegabung bei Kindern und Jugendlichen. Das Begabtenzentrum legt besonderen Wert auf wissenschaftlich fundierter Diagnostik mittels spezialisierter IQ Tests, die objektiv eine vorhandene Hochbegabung feststellen.

Wichtig ist, dass sich Eltern niemals auf die Hochbegabung ihres Kindes konzentrieren sollten, sondern sie sollten ihm vielfältige Erfahrungen ermöglichen. Das kann sein, indem Ausflüge in die Natur unternommen werden, eine Mitgliedschaft in einem Sportverein oder das Erlernen eines Instruments. Keinesfalls sollte ein hochbegabtes Kind unter einer Käseglocke aufwachsen und ständig nur mit seinesgleichen Kontakt haben.

Eben das bedeutet, dass hochbegabte Kinder nicht auf eine Spezialschule für Hochbegabte gehören, sondern in eine Regelschule. Dafür gibt es allerdings eine Voraussetzung: Dort wird soweit auf die Bedürfnisse des Kindes eingegangen, damit sich dieses nicht unterfordert fühlt. Das ist zum Beispiel möglich, in dem das Kind eine Klasse überspringt oder an einzelnen Fächer in einer höheren Stufe teilnimmt.

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