Hohe Internetbandbreiten müssen in Frankfurt überall verfügbar sein

Der für Reformprojekte und die städtische IT-Infrastruktur zuständige Stadtrat Jan Schneider hat die jüngsten Presseberichte über unzureichende Internetgeschwindigkeiten auf dem Riedberg zum Anlass genommen, um auch Kontakt zu dem Internetprovider Unitymedia aufzunehmen. Gespräche mit der Telekom waren nach ähnlichen Beschwerden verschiedener Ortsbeiräte im Frankfurter Norden bereits angesetzt worden.
Sowohl die von hr-online zitierten Bürger als auch die Ortsbeiräte bemängelten, dass die tatsächlich verfügbaren Bandbreiten weit hinter den Geschwindigkeiten zurückblieben, mit denen die Unternehmen geworben hätten. Von den versprochenen 100 MBit/s kämen regelmäßig nur „zwei bis fünf Prozent […] an“. „Mir ist bewusst, dass die Stadt nur begrenzt Einfluss nehmen kann, da der Zugang zum Internet unmittelbar über die verschiedenen Dienstanbieter am Telekommunikationsmarkt erfolgt“, sagte Schneider. Dennoch solle in Gesprächen mit den Dienstanbietern ausgelotet werden, welche Verbesserungsmöglichkeiten die Unternehmen sehen, und wie die Stadt den Ausbau der schnellen Internetverbindungen unterstützen kann. Die Stadt habe den Breitbandausbau in der Vergangenheit bereits durch großzügige Genehmigung von Kabelverlegung im öffentlichen Straßenraum gefördert. Möglicherweise könne man hier die Zusammenarbeit zwischen den Internetprovidern und der Stadt Frankfurt weiter verbessern.
„Frankfurt besitzt mit DE-CIX den größten Internet-Knoten der Welt. Viele große internetaffine Unternehmen haben sich gerade deswegen hier angesiedelt. Da kann es nicht angehen, dass die Angebote für die Privatkunden oder für kleine und mittelständische Unternehmen weit hinter den heute möglichen Standards zurückbleiben. Die Qualität der digitalen Infrastruktur ist für die Stadt genauso bedeutend, wie gute Verkehrswege oder eine zuverlässige Ver- und Entsorgung. Deshalb möchte ich zeitnah mit Vertretern von Telekom und Unitymedia ins Gespräch kommen, um nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen“, so Schneider abschließend.

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