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Holland Blumen Mark – das Bangen scheint vorüber zu sein

Wien – Die Mitarbeiter des größten Blumenhändlers in Österreich, dem Holland Blumen Mark, dürfen aufatmen. Ein Konsortium rund um den oberösterreichischen Investor Anton Stumpf übernimmt 85 Prozent der Blumenkette. Die restlichen Prozente hält financonsult. 350 Mitarbeiter wussten bis vor kurzem nicht, wie ihre Zukunft aussehen wird. Schon die Dezemberlöhne wurden verspätet ausbezahlt und auch jetzt hieß es, um das Geld zu zittern.

Bei Repac seit 2008

Der Holland Blumen Markt wurde 1974 von dem in Wien lebenden Holländer Kees van der Velden gegründet. Er punktete am österreichischen Markt durch Selbstbedienung und niederen Preisen. Sein Marktauftritt und seine Eigenimporte bescherten ihm einen Konflikt mit der Handelskammer. Es folgte auch ein Streit mit der Zollbehörde. Der Verein für Konsumenteninformation zwang ihm durch eine Klage eine Namensänderung auf, da die Bezeichnung Markt irreführend sei. Um einen großen Aufwand zu vermeiden, strich van der Velden einfach das „t“ aus dem Namen. Fortan wurden die Blumen im Holland Blumen Mark verkauft. Van Velden gründete neue Filialen und verlegte den Firmensitz nach Hagenbrunn. 208 wurde das Unternehmen von der Sanierungsgesellschaft Recap übernommen. Zu Beginn des Vorjahres existierten in Österreich 12 Franchise-Filialen und 87 eigene Filialen. Recap, mit dem Fondsmanager Anton Stumpf, wirkte als geschlossener Fonds mit einer begrenzten Laufzeit, die Ende 2013 auslief. Nach Ablauf der Frist wurde der Geldfluss eingestellt.

Stumpf investiert mit Herzblut

Dem Holland Blumen Mark fehlen insgesamt 750.000 Euro, erklärte Stumpf. Mit der Summe wäre das Jahr 2014 ausfinanziert. Und er führt weiter aus: „Ich habe die Herausforderung angenommen, die Handelskette zu retten, weil ich die Möglichkeit sehe, dass das Unternehmen weiter bestehen kann.“ Für ihn sei sehr viel Herzblut dabei und es wäre schade, in der Zielgeraden abzubiegen. Der Geschäftsführer des Holland Blumen Marks, Thomas Lanik, zeigt sich ebenfalls zuversichtlich. Stumpf und er erwarten ein Geschäftsjahr, in dem es erstmals keine Verluste geben werde. Den Aufwärtstrend bestätigten bereits die Geschäftszahlen aus dem zweiten Halbjahr 2013. Auch ist Stumpf überzeugt, dass die Kostensenkungsprogramme 2014 ihre volle Wirkung zeigen werden. Eine Linienänderung soll dazu beitragen, Kunden zu gewinnen. Von der Billigkette zum Floristengeschäft, ist dabei das Motto. Hochwertige, frische Ware und ein Rund-um-Geschenke-Service sollen Anreize bieten. 2012 erwirtschaftete die Blumenkette einen Verlust von 1,4 Millionen Euro, 2013 rund 1 Million. 2009 betrug der Umsatz noch 17 Millionen Euro, 2012 lag er bei 22,9 Millionen und 2013 sank er weiter auf 22,4 Millionen. Das erste Geschäft getreu der neuen Linie wurde bereits 2012 eröffnet, in der Linzer Rilkestraße. Und es bestätigt die Linie von Stumpf, denn hier wurde eine Umsatzsteigerung von 18 Prozent erreicht.

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