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3D Druck

Ich druck mir meine Verteilerkappe!

3D DruckBerlin - Könnte aus einem Science-Fiction-Roman stammen, ist aber mittlerweile glatte Wirklichkeit: Ersatzteile und mehr aus dem PC-Drucker. Tchibo machts vor. Hier ist eine Marktlücke – da wird hineingesprungen. Und sie werden sicherlich nicht die Letzten sein. Eine neue Welle rollte auf uns z. Ein 3D-Druck Tsunami .

Tchibo legt vor

Der Kaffeeproduzent und Anbieter von allerlei technischen Spielereien hat nun einen 3 D Drucker in seine Läden getragen, groß in etwa wie ein Kaffeeautomat der Firma. Der Drucker ist in der Lage, Gegenstände bis zu einer Kantenlänge von 12 Zentimetern auszudrucken. Genügend für eine Verteilerkappe, die man – angenommen man wäre in der Wüste liegen geblieben, ohne Weiteres mit Laptop, Autobatterie, Drucker und entsprechendem Plastikgranulat drucken könnte. Die Auflösung ist nicht die allerbeste, aber hinreichend. Das Gerät schafft eine Schichtstärke von 0,2 Millimetern, bei einer Maximalleistung von etwa 7 Kubikzentimeter in der Stunde. Die Sonne des in der Wüste verlorenen Autofahrers darf also nicht zu heiß scheinen – Geduld muss er schon aufbringen. Das Gerät besitzt eine eingebaute Druck-Heizplatte, die dafür gedacht ist, ein Verziehen der Werkstücke zu verhindern. Das Rohmaterial wird vom Hersteller mitgeliefert, so kann der ambitionierte Heimwerker sofort loslegen. Der Drucker kostet 500 Euro – das kann einem der Spaß durchaus wert sein.

Wie funktioniert so ein 3 D Drucker?

Das Prinzip ist selten einfach. Wie ein herkömmlicher Farbdrucker, der seine Befehle über das Programm im PC bekommt, also die Bildinformationen übermittelt bekommt und so Farbe in diversen Tönen flexibel und mobil aufträgt, tut das der 3 D Drucker mit dreidimensionalen Bildern. Dabei trägt er Schicht um Schicht der Masse übereinander auf, sodass letztlich, langsam aber sicher Struktur entsteht. Die Realisierung von 3 D Druckern hat in den letzten Jahren drastischen Schwung bekommen. Nicht mehr nur Modelle aus Plastik oder Keramik, Metall sind möglich, sondern mittlerweile auch ein Druckverfahren mit Eiweißen – Fleisch aus dem Computer. Die Zukunft in diesem Bereich der Materialerstellung – organisch sowie anorganisch – ist offen wie das Weltall. Alles ist möglich. Die Tatsache, dass Tchibo nun einen durchaus bezahlbaren, funktionsfähigen Drucker für Otto Normalverbraucher auf den Markt wirft, lässt eine frappante Entwicklung in diesem Marktsegment erwarten. Hier könnte sich, wenn der Trend sich hält und nicht durch Patentrechtseinwendnugen diverser Industriekonsortien blockiert wird – wie schon zu oft bei diversen, neuen Erfindungen passiert – ein vollkommen neues System der Warenwirtschaft herausbilden.

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