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Ifo-Chef hält Brexit-Deal für „gute Nachricht“

Der Chef des Münchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat die Einigung des britischen Kabinetts über den Brexit-Vertrag als eine „gute Nachricht“ bezeichnet. „Es ist zwar nur ein erster Schritt zur Regelung der künftigen Beziehungen, aber ein sehr wichtiger“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). „Ein Brexit ohne Vereinbarung hätte beiden Seiten hohen und dauerhaften wirtschaftlichen und politischen Schaden zugefügt“, sagte er.

Laut Vertrag bleibe das Vereinigte Königreich zumindest bis Ende 2020 im EU-Binnenmarkt, und diese Übergangsfrist kann und sollte noch einmal verlängert werden, forderte er. „Die Rechte der britischen Bürger in der EU und der EU-Bürger im Vereinigten Königreich werden geschützt und für Nordirland ist eine Lösung ohne Grenzkontrollen gefunden worden“, sagte Fuest weiter. Damit sei noch nicht die Frage beantwortet, was nach dem Ende der Übergangszeit passiere. „Aber Verhandlungen darüber sind deutlich einfacher, wenn die Reglung des Austritts vom Tisch ist“. Es bestehe die Chance, dass die EU und das Vereinigte Königreich auch in Zukunft auf vielen Gebieten zusammenarbeiten. „Alles andere hätte Europa großen Schaden zugefügt. Man kann nur hoffen, dass diese Vereinbarungen im britischen Parlament und auf EU-Seite Unterstützung findet“, sagte Fuest.

Foto: EU-Fahne, über dts Nachrichtenagentur

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