Start > Deutschland > Immobilienmarkt – die Preise ziehen weiter an
Wohnhaeuser 660x330 - Immobilienmarkt – die Preise ziehen weiter an

Immobilienmarkt – die Preise ziehen weiter an

Der Kauf von Eigentum ist für viele Familien die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Sie wünschen sich eine Eigentumswohnung oder gar ein eigenes Haus mit Garten, um sich dort ganz nach ihren Vorstellungen einrichten zu können. Wer jetzt in Eigentum investieren möchte, sollte schnell sein. Die Preise auf dem Immobilienmarkt steigen in letzter Zeit stark an. Die Prognose für die kommenden Jahre sagt voraus, dass Immobilien immer teurer werden. Wie die Entwicklungen aussehen und worauf Käufer in nächster Zeit achten sollten, erläutert der folgende Beitrag.

Seit 2015 stiegen die Preise für Immobilien um rund 22 Prozent

Die Preise für Wohnimmobilien sind in den letzten Jahren rapide angestiegen. Dies betrifft nicht nur Großstädte wie Berlin und München, sondern auch kleinere Städte und ländliche Regionen. Die Nachfrage nach Immobilien wächst überall. Krefeld gehört beispielsweise seit Jahren zu den nachgefragtesten Standorten. Deshalb steigen die Preise für Wohnungen und Häuser dort an. Im ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent. In Metropolen zahlten Käufer sogar über acht Prozent mehr für eine Eigentumswohnung. Das statistische Bundesamt hat auf seiner Website umfassende Informationen zu diesem Thema zusammengestellt. Auch in Zukunft werden die Preise für Immobilien weiter ansteigen.

Geringe Zinsen sorgen für hohe Nachfrage

Unabhängig von hohen Immobilienpreisen ist die Nachfrage nach Eigentum in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Dies liegt zum einen in der guten Konjunktur begründet und zum anderen in den niedrigen Zinsen für Kredite. So wurde es zuletzt besonders reizvoll, einen Kredit für den Hauskauf zu beantragen. In den kommenden Jahren wird sich die Zinssituation voraussichtlich verändern. Das bedeutet, dass es teurer wird, Immobilien zu kaufen. Wer also von den jetzt noch relativ niedrigen Zinsen profitieren will, sollte handeln und sich um ein Darlehen kümmern. Als Baustein in der Finanzierung eignet sich ein Grundschulddarlehen in Verbindung mit Credimaxx , denn es ermöglicht den Zugang zu fairen Kreditkonditionen.

Das Grundschulddarlehen

Ein solches Darlehen wird auf besondere Art abgesichert. In Abteilung III des Grundbuches wird durch einen Notar eine sogenannte Grundschuld eingetragen. Sollte der Kreditnehmer zahlungsunfähig werden, kann das Haus oder die Wohnung durch die Bank veräußert werden. Mit dem Geld aus dieser Veräußerung wird das Darlehen beglichen. Bei der Baufinanzierung ist ein Grundschulddarlehen neben der Hypothek eine übliche Methode, um den Kredit abzusichern. Wichtig für den Kreditnehmer ist, sich frühzeitig um das Grundschulddarlehen zu kümmern, da in der Regel mit sechs bis acht Wochen Bearbeitungszeit zu rechnen ist. Das Darlehen wird von der Bank erst ausgezahlt, wenn der Grundbucheintrag erfolgt ist. Zudem ist es möglich, auf eine Immobilie mehrere Grundschulden eintragen zu lassen. Bei Zahlungsunfähigkeit wird zunächst die älteste Grundschuld getilgt und dann jede weitere. Auch die Zuwanderung hat einen Teil zur hohen Nachfrage nach Wohnraum beigetragen. Zudem gilt es nach wie vor als gute und sichere Geldanlage in Immobilien zu investieren, da diese meistens nicht an Wert verlieren. Ganz im Gegenteil: Bei der aktuellen Wohnungssituation in den Großstädten steigt der Wert der Immobilien eher an.

Die hohe Maklerprovision

Zusätzlich zu hohen Kaufpreisen kommt auf viele Käufer die Maklerprovision zu. Diese ist in den letzten Jahren ebenfalls angestiegen und beträgt jetzt, je nach Bundesland, rund sieben Prozent vom Kaufpreis. Die Provision wird zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt, wobei beide Seiten etwa 3,5 Prozent bezahlen müssen. Beim Immobilienkauf ist es noch nicht so, dass das so genannte Bestellerpinzip gilt. Hier muss derjenige, der den Makler beauftragt, dessen Kosten zu 100 Prozent tragen. Verpflichtend ist diese Regelung bisher nur im Rahmen der Vermietung. Bereits im vergangenen August sprach sich die Bundesjustizministerin Katarina Barley von der SPD dafür aus, das Bestellerprinzip auch bei Immobilienkäufen anzuwenden . Bisher ist der geplante Gesetzesentwurf von Frau Barley noch nicht in Kraft getreten, sodass Käufer wie Verkäufer in den allermeisten Fällen die Provision übernehmen müssen. Diese ist also auf den reinen Kaufpreis anzurechnen, sodass der Gesamtpreis für den Erwerb einer Immobilie noch höher ausfällt.

Wohnungsnot und hohe Mietpreise

Aufgrund der steigenden Immobilienpreise sehen sich viele neue Vermieter gezwungen, die Mieten höher anzusetzen. Sie müssen den hohen Kaufpreis auf die Mieter umlegen, um in der Folge Kredite zurückzahlen und Gewinn erwirtschaften zu können. Diese hohen Mietpreise machen vielen Bürgern Probleme, die sich Wohnraum vor allem in Großstädten nicht mehr leisten können. Die Zuwanderung aus dem Ausland sowie die Umverteilung innerhalb Deutschlands sorgt für eine besondere Problematik. Immer mehr Menschen möchten in den Metropolen leben und ziehen dafür um. Diese Faktoren begünstigen die Wohnungsnot, vor allem in den großen Städten. Diese Entwicklung kündigte sich bereits 2012 an , wie das Deutsche Institut für Urbanistik erläutert. In der Folge versuchen Bund und Länder, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Hierfür gibt es verschiedene Methoden:
  • Die Mietpreisdeckelung. In Berlin und Bremen wird derzeit die Einführung eines Mietendeckels geplant. So sollen Mietpreiserhöhungen ab einer bestimmten Höhe der Miete nicht mehr möglich sein.
  • Enteignung privater Unternehmen. Es wird diskutiert, private Wohnungsbauunternehmen zu verstaatlichen, um schneller mehr günstigen Wohnraum schaffen zu können.
  • Sozialer Wohnungsbau. Viele Städte arbeiten daran, Raum für sozialen Wohnungsbau zu schaffen, also Wohnungen vor allem für Geringverdiener. Oft ist ein Wohnberechtigungsschein nötig, um diese Wohnungen beziehen zu dürfen.
Viele deutsche Bürger haben sich in der Vergangenheit für eine Regulierung der Mietpreise ausgesprochen, allerdings besteht keine Einigkeit darüber, wie diese aussehen soll. Rund die Hälfte der Deutschen hält es für sinnvoll, den Wohnungsbau zu verstaatlichen. Die anderen 50 Prozent denken, dass der Staat allein die Aufgabe nicht bewältigen kann. Wer auf günstigen Wohnraum setzt, sollte derzeit noch in ländlicheren Regionen suchen, da hier die Preise nach wie vor niedriger als in den Metropolen sind.

Hier nachlesen ...

Staatshilfe für Thomas-Cook-Kunden: Grüne kritisieren Bundesregierung

Nach der Entscheidung zu staatlichen Hilfen für Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook haben die …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.