Ischinger kritisiert Trump als „Störer und Zerstörer“

Der ehemalige deutsche Botschafter in Washington, Wolfgang Ischinger, hat die Absage des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un scharf kritisiert. „Wie schon mit der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran tritt Donald Trump jetzt erneut als Meister des Störens und Zerstörens auf“, sagte Ischinger der „Bild“ (Freitagsausgabe). „Und den Beweis, dass er mit seiner Unberechenbarkeit mehr Erfolg hat als ernsthafte Verhandlungen und politische Kompromisse, den ist er bisher schuldig geblieben.“

So gesehen stehe Trump derzeit außenpolitisch mit leeren Händen da. Trotz der Absage sieht Ischinger eine Chance auf Fortsetzung der Korea-Gespräche: „Es ist zu hoffen, dass die Gesprächsabsage die Rückkehr zum diplomatischen Realismus ermöglicht – sowohl was die Wahl der Mittel aus auch die Ziele betrifft: Die Vorstellung, man könne mit einem einzigen Treffen Nordkorea zur Aufgabe seines gesamten Nuklear- und Rüstungsprogramms bewegen, war von Anfang an Illusion.“

Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur

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