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Islamkonferenz: Zentralrat der Muslime wirbt für Vertrauen

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland wirbt vor der Mittwoch in Berlin beginnenden vierten Islamkonferenz für mehr Vertrauen gegenüber den Moschee-Gemeinden. "Ich kann nur davor warnen, die Moschee-Community als Problem zu betrachten. Im Gegenteil: Sie ist Teil der Lösung", sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochsausgaben). "Selbstkritisch sage ich, dass es erhebliche Defizite bei den muslimischen Religionsgemeinschaften gibt und wir machen Fehler. Aber es geht nur gemeinsam und nicht gegeneinander", so Mazyek an die Adresse der muslimischen Vertreter auf der Islamkonferenz. "Wenn wir weiter das gegenseitige Bashing fortsetzen, dann werden genau die Strukturen stabilisiert, die einen Islam aus dem Ausland das Wort reden." Dies sei jedoch das Gegenteil des Ziels, welches die Konferenz erreichen wolle. "Es sollte wieder eine größere Trennschärfe geben zwischen den Menschen, die dem Islam als Religion folgen und Extremisten, die den Islam für ihre Ziele vereinnahmen. Muslime unter Generalverdacht zu stellen nützt nur den Rechtsextremen", warnte Mazyek. Zugleich beklagte Mazyek die wachsende Zahl von Gewalttaten gegen Muslimen. "Wir registrieren die Verschlechterung des gesellschaftlichen Klimas", sagte er dem RND. "Die Zahl der Übergriffe auf Muslime wächst, in den Länderparlamenten und im Bundestag sitzen rechtspopulistische Parteien und Rechtsextreme, die feindliche Stimmungen anheizen. Die Sprache wird aggressiver und angedrohte Gewalt wird schneller in die Tat umgesetzt", so der Verbandschef. Er warnte jedoch auch vor Rassismus und Antisemitismus unter Muslimen. "Minderheiten wie wir sind nicht davor gefeit, dass es unter ihnen rassistische Regungen existieren. Muslime mit antisemitischen Positionen gibt es, und wir müssen sie bekämpfen wie andere Rassisten auch", sagte Mazyek. "Ich teile die Auffassung Josef Schusters vom Zentralrat der Juden : Rassismus ist keine Meinung, sondern Menschenfeindlichkeit. Dagegen müssen wir aufstehen, egal ob wir gläubig sind oder nicht. Wer eine Kirche, eine Synagoge oder eine Moschee angreift, greift uns alle an." Foto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee, über dts Nachrichtenagentur

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