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Isolierglas – unsichtbar und doch innovativ

Isolierglas
Mehrscheiben-Isolierglas, auch als Wärmedämmverglasung oder Isolierverglasung bezeichnet, ist ein aus mindestens zwei Glasscheiben zusammengesetztes Bauelement für Fenster und andere Verglasungen. Zwischen den Scheiben befindet sich ein Hohlraum, der luftdicht verschlossen ist und der Wärmedämmung dient. Vorläufer waren die Doppelverglasung ohne Luftabschluss, das Verbundfenster und die doppelte Einzelverglasung beim Kasten- oder Winterfenster.

Im Gegensatz zu sonstigen wärmedämmenden Verglasungsarten ist die Isolierverglasung ein eigenständiges System, das keinen umgebenden Rahmen – wie beispielsweise einen Fensterflügel – benötigt. Erreicht wird dies mittels eines Randverbunds, der die einzelnen Glasscheiben auf Distanz zusammenhält und gleichzeitig den Scheibenzwischenraum hermetisch versiegelt.

Neben herkömmlichem Isolierglas gibt es auch spezielle Versionen, wie Schallschutz-, Sonnenschutz- oder Sicherheits-Isolierglas. Der technische Unterschied zu den herkömmlichen Isoliergläsern besteht vor allem im jeweiligen Aufbau: Durch speziell beschichtete Gläser und unterschiedliche Glasfüllungen lassen sich wesentliche Vorteile, beispielsweise hinsichtlich des Schallschutzes, erzielen. Die verschiedenen Versionen unterscheiden sich größten Teils durch ihren jeweiligen Aufbau.

Wärmeschutz

Der Wärmeschutz wird meist durch eine Vergrößerung des Scheibenzwischenraumes erreicht. Eine der beiden Scheiben (oder auch beide) werden zum Scheibenzwischenraum hin mit einer transparenten Schicht versehen. Dies verbessert den u-Wert der Isolierglas-Einheit. Durch den größeren Wärmeschutz ist das Isolierglas eine gängige und beliebte Art der Verglasung. Dieses Glas wird häufig für Fenster von Gebäuden verwendet, weil es den Energieverlust eines Hauses im Winter deutlich reduziert. In den 70er Jahren war es üblich Einfachglas herzustellen. Dieses Glas weißt große Unterschiede in der energetischen Qualität zu dem moderneren Wärmeschutzglas auf. Die ursprüngliche Verglasung ließ viel Kaltluft hinein und gab von innen viel Wärme nach außen. Beim Wärmeschutz wird die Wärme durch eine reflektierende Schicht, die auf der Scheibe ist, zurück gestrahlt.

Schallschutz

Der  wird durch die Zusammensetzung unterschiedlicher Glasdicken erhöht, oder durch Gläser mit eingelagerter Kunststofffolie erreicht. Das sorgt dafür, dass nicht zu viel unangenehmer Lärm in das Gebäude gelangt. Durch unterschiedliche Glasdicken wird bereits eine Schalldämmung von ca. 39 dB erreicht. Dies ist für die meisten Fälle bereits ausreichend.

Sonnenschutz

Zum Sonnenschutz wird meist ein farbiges Glas verwendet. Das getönte Glas filtert den Lichteinfall und verhindert somit die Blendung, was wiederum für ein angenehmeres Licht sorgt.

Sicherheitsisolierung

Diese Variante wird realisiert, indem eine oder beide Scheiben als Sicherheitsglas ausgeführt werden. Dabei gibt es zwei Arten von Sicherheitsglas: ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) ist gehärtet und zerspringt beim Zerbrechen in kleine Würfel; VSG (Verbund-Sicherheitsglas) besteht aus zwei oder mehr Scheiben, die durch eine Folie miteinander verbunden sind. Somit hält die Scheibe eine höhere Belastung aus und selbst wenn sie bricht, sind die Glassplitter durch die Folie miteinander verbunden.

Isolierglaseffekt

Aufgrund des hermetisch abgeschlossenen Scheibenzwischenraums, erzeugt eine Änderung der Temperatur oder des barometrischen Drucks automatisch eine Druckdifferenz zwischen Scheibenzwischenraum und außen liegender Atmosphäre. Bedingt durch diesen als Isolierglaseffekt bezeichneten Vorgang erhöht sich der Druck im Scheibenzwischenraum durch einen Temperaturanstieg im Sommer und verringert sich bei einer Temperaturabsenkung im Winter. Dementsprechend verformt sich das Isolierglas unterschiedlich: Bei einer Druckerhöhung dehnt sich der Randverbund und die Glasscheibe wölbt sich nach außen, bei einer Drucksenkung staucht sich der Randverbund und die Scheiben wölben sich nach innen. Grundsätzlich hängt der Isolierglaseffekt von der Stetigkeit des Systems ab, sodass sich große Scheibenzwischenräume, schmale Glasformate und asymmetrische Glasaufbauten sowie große Höhenunterschiede als kritisch erweisen. Bei Dreifach-Isolierverglasungen ist der Isolierglaseffekt stärker ausgeprägt, da sich die beiden Scheibenzwischenräume addieren. Bei großen Scheibenformaten ist dagegen eher der Lastfall Wind bemessungsrelevant.

Randverbund

Dem Randverbund kommt die wichtige Aufgabe zu, die einzelnen Glasscheiben dauerhaft zu verbinden und eine dampfdichte Sperre zu bilden. Insbesondere die Letztgenannte muss über die Nutzungsdauer hinweg eine Nachdiffusion von Wasserdampf im Scheibenzwischenraum verhindern. Verformungen infolge des Isolierglaseffektes muss der Randverbund elastisch ausgleichen und dabei beständig sein gegen chemische Einwirkungen aus Atmosphäre und UV-Strahlung.

Das Unternehmen sedak aus Gersthofen fertigt Isolier- und Sicherheitsgläser in fast jeder gewünschten Ausführung an: bearbeitet, vorgespannt, laminiert, bedruckt, beschichtet – und weiterverarbeitet zu Isolierglas.

Vorteile von Isolierglas

  • Geld sparen und die Umwelt entlasten! Stark verringerte Heizkosten machen sich schnell im Portemonnaie bemerkbar. Ersetzt man altes Glas durch modernes Isolierglas können pro Quadratmeter Fensterfläche so bis zu 20 Liter Heizöl eingespart werden. Außerdem wird die Umweltbelastung durch CO2 reduziert.
  • Bessere Wohnqualität und mehr Wohlbehagen! Durch höhere Oberflächentemperaturen vermeiden moderne Wärmedämmgläser Kältezonen am Fenster. Es entsteht kein Luftzug mehr und dies bringt mehr Wohnkomfort.
  • Die Bundesregierung setzt sich für Modernisierung von Gebäuden mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm ein, da der Staat großes Interesse daran hat, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Es werden ansprechende Kredite zu günstigen Konditionen angeboten. Außerdem werden Hausbesitzer auch mit direkten Zuschüssen unterstützt, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

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