Israel und die Hisbollah stehen Berichten zufolge kurz vor einem Waffenstillstandsabkommen nach monatelangen heftigen Auseinandersetzungen, bei denen seit Mitte September über 3.000 Menschen im Libanon getötet wurden. Eine Quelle aus der Region bezeichnete die Vereinbarung als „sehr nahe“, obwohl noch kritische Fragen geklärt werden müssen. Die Hisbollah prüft einen US-amerikanisch-israelischen Vorschlag für eine 60-tägige Einstellung der Kämpfe, die den Grundstein für einen dauerhaften Waffenstillstand legen könnte. Israelische Beamte betonten jedoch, dass noch keine endgültige Vereinbarung getroffen wurde. Premierminister Benjamin Netanjahu hat Sicherheitsberatungen abgehalten, um die Vorschläge zu bewerten. Der US-Gesandte Amos Hochstein, ein wichtiger Vermittler, hat beide Seiten aufgefordert, positiv zu reagieren, da sonst die Gefahr bestehe, dass die Vermittlungsbemühungen ganz eingestellt würden. Die Dringlichkeit wird durch die steigende Zahl der Todesopfer und die über 13.000 Verletzten noch verstärkt. Bei den jüngsten israelischen Luftangriffen wurden mindestens 84 Menschen getötet, darunter Dutzende in einem dicht besiedelten Beiruter Stadtviertel. Die Gewalt hat sich verschärft, seit Israel als Reaktion auf die Unterstützung der Hamas durch die Hisbollah und grenzüberschreitende Angriffe eine Großoffensive gestartet hat.
