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IWF-Chefin lobt Krisenmanagement der Bundesregierung

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, hat das Krisenmanagement der Bundesregierung in der Corona-Pandemie gelobt. Deutschland „hat sehr schnell agiert und seinen finanziellen Spielraum gut genutzt“, sagte Georgiewa dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Je geringer der Schaden der deutschen Volkswirtschaft sei, desto besser sei das für Europa und den Rest der Welt.

Dank weitreichender Tests und eines „ausgezeichneten öffentlichen Gesundheitswesens“ habe es Deutschland geschafft, „die Sterberate weit unter der in anderen großen europäischen Staaten zu drücken“. Die Krankenhäuser waren nicht überfordert, sodass Deutschland sogar in der Lage war, Patienten aus anderen Ländern aufzunehmen. Dies sei „bewundernswert“, sagte Georgiewa. Die IWF-Chefin hob auch die deutsche Haushaltsdisziplin hervor. „In guten Zeiten gilt es, Vorsorge für schlechte Zeiten zu treffen“, so die bulgarische Ökonomin. „Genau wie das Virus Menschen mit Vorerkrankungen am härtesten trifft, trifft auch der ökonomische Schock Volkswirtschaften am härtesten, die vorher schon gebrechlich waren.“ Deutschland habe schon wichtige Schritte zur Stabilisierung Europas und des Euro unternommen, könne aber „sicher“ noch mehr tun. Dabei nennt Georgiewa auch die umstrittenen Coronabonds, gemeinsame europäische Anleihen zur Finanzierung des Wiederaufbaus. „Unserer Ansicht nach ist es klug, alle Optionen in Betracht zu ziehen, die helfen können, die Folgen des Schocks zu mindern“, sagte sie. „Coronabonds sind ein mögliches Instrument, wenngleich nicht das einzige.“

Foto: Kontrolle von Kontaktbeschränkungen, über dts Nachrichtenagentur

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