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Jobs in der IT – eine Arbeit mit Zukunft ?

Der Mangel an Fachkräften ist in den Medien bereits seit Jahren präsent. Doch nur selten wird thematisiert, auf welchem Gebiet tatsächlich neue Fachkräfte benötigt werden. Seit Jahren chronisch unterbesetzt ist etwa die IT-Branche. Hier kämpfen zahlreiche Firmen um die Gunst der wenigen qualifizierten Bewerber. Dieses Feld der Zukunft steht damit vor richtungsweisenden personellen Entscheidungen.

Große Lücken in der EU

Von der EU gibt es bereits Prognosen, die sich mit der Lücke unbesetzter Stellen befassen. Demnach könnten bereits im Jahr 2021 in ganz Europa bis zu eine Million Fachkräfte im Bereich der IT fehlen. Dies liegt einerseits an der fortschreitenden Digitalisierung, die immer neue Stellen in diesem Sektor schafft. Auf der anderen Seite gingen die Schätzungen davon aus, dass die Zahl der Absolventen in jedem Jahr nur leicht erhöht werden würde. Unter diesen Voraussetzung hätte Europa einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil auf seiner Seite, während andere Kontinente dazu in der Lage wären, das Feld der IT in anderer Form zu beackern.

Für Gründer und Startups ist es inzwischen sehr wichtig geworden, den eigenen Standort mit Bedacht zu wählen. Wichtig ist dabei ein großer Talentpool, aus dem vor Ort geschöpft werden kann. Die Conblu GmbH aus Bremen konnte diesem Anspruch gerecht werden. Die Stadt im hohen Norden bringt pro Jahr bis zu 300 Absolventen aus dem IT-Sektor hervor. So stehen stets junge, talentierte und innovative Köpfe zur Verfügung, die den Arbeitsprozess auf ihre Weise voranbringen können. Die Geschäftsführer Ali Altun und Sebastian Hirt aus Bremen sorgen außerdem mit viel Transparenz für das Vertrauen beider Seiten. So bietet ihre Webseite nicht nur Einblicke in den Arbeitsprozess, sondern nimmt auch den Prozess der Bewerbung ganz genau unter die Lupe.

Wie die Geschäftsführer Ali Altun und Sebastian Hirt aus Bremen, blicken viele Unternehmer kritisch auf die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt. Das besonders in der IT große Problem wurde auch auf der Technologiemesse CeBIT noch einmal ausführlich behandelt. Längst erkennt auch die Politik in der aktuellen Entwicklung eine Gefahr. Langfristig könnte das Wachstum durch den Mangel an Arbeitskräften gebremst werden. Da es mit der IT noch eine besonders zukunftsträchtige und bedeutende Branche trifft, könnten die Effekte letztlich umso stärker ausfallen.

Lösungen werden diskutiert

Inzwischen waren die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft dazu in der Lage, sich über einige praktische Lösungen auszutauschen. Immer wieder tritt dabei die Einführung der IT in der Schule in den Vordergrund. Hätten etwa an den Gymnasien alle Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, erste Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, würden die entsprechenden Studiengänge über eine ganz andere Form der Anziehung verfügen. Mit einem Mal würden sich nicht mehr nur Personen dafür interessieren, die bereits in ihrer Freizeit auf das Thema gestoßen sind. Bislang sind die Versuche der schulischen Integration jedoch an unklaren Vorgaben gescheitert. Die Länder sind sich vor allem bei der Ausbildung der Lehrkräfte unschlüssig, die den Schülern die Materie altersgerecht vermitteln sollen. Darüber hinaus betrifft der Fachkräftemangel auch hier die geschaffenen Stellen. Besonders für die IT-Fächer stehen den Schulen kaum Absolventen zur Verfügung, die dazu qualifiziert wären, den Unterricht zu leiten.

Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, um die Studiengänge in den kommenden Jahren noch attraktiver zu machen. Bereits jetzt ist die Aufnahme nur noch selten mit einem Notenschnitt verbunden. Stattdessen reicht das Abitur oder ein gleichwertiger Abschluss aus, um sich dort einschreiben zu können. Der Blick richtet sich demnach auf andere Stellschrauben, die noch die Möglichkeit bieten, die Studiengänge eher in den Fokus zu rücken.

Junge IT-Experten profitieren

Der große Mehrwert der aktuellen Entwicklung liegt ganz klar auf der Seite der bisherigen Absolventen. Sie haben dieser Tage in Deutschland eine große Zahl freier Stellen zur Verfügung. So bietet sich ihnen etwa die Möglichkeit, besondere Ansprüche an den Arbeitsort zu stellen. Auch die durchschnittliche Bezahlung verbesserte sich in den vergangenen Jahren. Viele Firmen möchten Talente für sich gewinnen, indem sie das Gehalt über die klassischen Bezüge eines Einsteigers in der Branche hinaus aufstocken. Wer bereits über ein abgeschlossenes Studium im Bereich der IT verfügt, hat all diese Vorteile fest auf seiner Seite.

Besonders groß wird die Herausforderung im Rahmen der Industrie 4.0. Dieses Projekt wurde bereits im Jahr 2010 erstmals auf die Agenda gesetzt. Damit sollte es möglich sein, die Digitalisierung in den Unternehmen im Land nach vorn zu bringen und damit das Wachstum zu stärken. In den vergangenen Jahren stellte jedoch nicht nur der Mangel an Fachkräften eine deutliche Einschränkung der Entwicklung dar. Diese beschränkte sich darüber hinaus sehr stark auf die Metropolen des Landes. Ländliche Regionen sind für Unternehmen bereits aufgrund des kleineren Einzugsgebiets weniger attraktiv. Darüber hinaus war lange die schlechte Infrastruktur ein Grund für die unterschiedliche Entwicklung. Auf dem Land war etwa der Ausbau des schnellen Glasfaser-Internets deutlich beeinträchtigt. Schon dieser Aspekt trug dazu. bei, dass sich die Entwicklung deutlich langsamer vollzog, als in den städtischen Bereichen und den Metropolen selbst.

Es besteht Handlungsbedarf

Nicht nur die eine Million Stellen umfassende Lücke, die sich in den kommenden Jahren in der EU auftun könnte, spricht für ein schnelles Handeln in diesem Bereich. Darüber hinaus wird es notwendig sein, das Wachstum der Branche in Deutschland nach vorn zu bringen. Der wichtige Kernpunkt, der dafür unter Kontrolle zu bringen ist, sind die Studierendenzahlen an den Universitäten und Fachhochschulen. Duale Ausbildungsangebote, ein erstes Kennenlernen des Fachs in der Schule und monetäre Aspekte könnten in Zukunft den Mangel verringern und für ausgeglichene Verhältnisse sorgen. Bislang liefen viele Bemühungen der Verantwortlichen ins Leere.

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