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Kabinett bringt Verbot von Plastiktüten auf den Weg

Die Bundesregierung hat ein Verbot von Plastiktüten auf den Weg gebracht. Das Bundeskabinett folgte am Mittwoch einem Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD ) und beschloss einen entsprechenden Gesetzentwurf. Dieser sieht vor, dass Plastiktüten mit einer Wandstärke unter 50 Mikrometer künftig verboten werden. Dabei handelt es sich um die typischen Tüten, die man beim Einkaufen in Geschäften bekommen kann. Ausnahmen soll es für sogenannte Hemdchenbeutel geben. Dabei handelt es sich um sehr dünne Plastiktüten beispielsweise für Obst und Gemüse. Deren Verbot würde derzeit "eher zu mehr als zu weniger" Verpackungsabfällen führen, hieß es vom Umweltministerium. "Plastiktüten sind der Inbegriff der Ressourcenverschwendung: Sie werden aus Rohöl hergestellt und oft nur wenige Minuten genutzt", ließ sich Schulze zitieren. "Häufig landen sie in der Umwelt, wo sie über viele Jahrzehnte verbleiben und jede Menge Schäden anrichten können." Dabei gehe es auch ohne die Plastiktüte beim Einkauf. Immer mehr Menschen gewöhnten sich daran, Mehrwegbeutel dabei zu haben. "Momentan liegt der Verbrauch in Deutschland etwa bei 20 Einweg-Plastiktüten pro Kopf und Jahr. Mit einem Verbot kommen wir jetzt auf Null", so die SPD -Politikerin weiter. Ein Verstoß gegen das Verbot soll nach dem Gesetzentwurf als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Das Verbot soll sechs Monate nach Verkündung des Gesetzes in Kraft treten. Foto: Frau mit Einkaufstasche, über dts Nachrichtenagentur  

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