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Kandidatur für SPD-Vorsitz: Lauterbach will Aufklärung von Scholz

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) gerät wegen der Umstände seiner Kandidatur zum neuen SPD-Chef parteiintern in die Kritik. Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte und selbst Kandidat für den SPD-Vorsitz, forderte Klarheit darüber, wie und wann Scholz die Parteispitze informierte: "Die Umstände und das Zustandekommen der Kandidatur müssen restlos aufgeklärt werden", sagte Lauterbach der "Bild-Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Die gesamte Kandidatensuche finde "in der falschen Tonlage statt. Wir müssen uns um die wichtigen Fragen wie die Zukunft der GroKo kümmern", so der SPD -Politiker weiter. Scharfe Kritik kommt auch von Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange, die sich ebenfalls um den SPD-Vorsitz bewirbt: "Olaf Scholz muss das restlos aufklären. Das ist eine Frage der politischen Hygiene. Sein Verhalten schadet der Partei", sagte sie. Zudem habe sich der Vizekanzler "als Kandidat in eine Sonderrolle" begeben. Das alles sei "das Gegenteil von Offenheit, wie sie unsere Partei jetzt dringend braucht", so Lange weiter. Hintergrund für die Kritik sind widersprüchliche Aussagen über eine angebliche Telefonkonferenz am 12. August, bei der Scholz seine Bereitschaft zur Kandidatur gegenüber der kommissarischen SPD-Führung mitgeteilt haben soll. Der kommissarische SPD -Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hatte öffentlich bestritten, dass eine solche Telefonkonferenz, auf der Scholz auch um den Segen der Parteispitze gebeten haben soll, stattgefunden habe. Am Mittwoch weigerte sich Scholz in der Bundespressekonferenz beharrlich, Auskunft über die Umstände seiner Kandidatur zu geben. Foto: Karl Lauterbach, über dts Nachrichtenagentur  

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